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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1664
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1664

Theaceae.

Thea Bohea bereitet nach England kam. Die Varietäten desThees aus verschiedenen Provinzen entstehen von dem Boden,der Cultur, der Bereitungsart und besonders von dem Theiledes Strauchs, von dem die Blätter genommen werden. Vonderselben Pflanze gibt es jährlich drei Erndten , im Juni, Juliund August. Die erste liefert die feinern Theesorten, wovonder Pourchong das Erzeugnifs der gröfsern Blätter jungerSchöfslinge ist. Die äufsern Schöfslinge mit den sich öffnen-den Blattknospen machen den Peko , den man in England ge-wöhnlich von den Blüthen ableitet -V?3.

Nach v. Siebold sind die Theesträucher im fünften Jahrezur Erndte tauglich; bergige Gegenden, von Quellen und Bä-chen durchflössen, sind für die Theecultur am geeignetsten.In Japan findet die Theelese vom Anfang des April bis EndeMai statt. Bei der ersten Ernte werden die jungen Triebe von2 3 Zoll Länge abgenommen, die Blätter davon gepflücktund sortirt, bei späteren Einsammlungen begnügt man sich,sie abzustreifen; jedesmal nimmt man aber nur so viel ab, alsam nämlichen Tage getrocknet werden kann, da die unberei-teten Blätter durch längeres Liegen einen eigenthümlichen Ge-ruch annehmen, die Chinesen unterscheiden selbst den am Mor-gen oder Abend gesammelten Thee.

Der schwarze Thee wird auf trocknem Wegefolgendermafsen bereitet. Man erhitzt die sortirten Blätter ineiner eisernen Pfanne über mäfsigem Kohlenfeuer, unter be-ständigem Umrühren mit den Händen, bis sie welken undgleichsam bratend einen gelblichgrünen Saft ausschwitzen;die so erweichten Blätter werden dann auf eine ausgebreiteteMatte geschüttet und noch heifs mit der Handfläche unter mas-sigem Drucke gerollt. Die nur erst halb gerollten Blätter läfstman erkalten und wiederholt dasselbe Verfahren noch mehrere-mal, bis sie fast ganz getrocknet und gehörig gerollt sind.

Der grüne Thee wird auf nassem Wege folgender-mafsen bereitet. Man bringt die Blätter in einem eignen Be-hälter über dem Dampfe kochenden Wassers zum Welken,

*) W. J. Hooker Geschichte des grünen Thees. Bot. Magaz. New. Series VI.Nr. 3148. Otto und Dietrich aügem. Gartenzeitung i833, p. 198 u. d. f.Pharrnaceut. Centralbl. 1834. p. 28.

Nach ein^r Notiz in dem Philosophical Magazin. Nov. iQz5. pag. 3g8bestellt der gemeine schwarze Thee - der Chinesen hauptsächlich aus altenBlättern von Thea viridis, vermengt mit Blättern von Caniellia Sasanquaund G oleifera, und zuweilen mit Fragmenten der Blätter von Olea fragrans.Der feinste Thee, grüner oder schwarzer, scheine von Thea Bohea zu kom-men und die Farbe blos vom Alter der Blätter und der Art ihrer Zuberei-tung abzuhängen. Man sehe auch :

Memoire de M. Frederick Pigau sur le The, sa eulture, sa recolte,extrait et annote par A. Chereau. Journal de Chim. med. Mars 1834. pag.iS3. Buchner Repertor. Bd. 48. Heft 3. p. 414 u. d. f.