Theaceae.
1663
sonders von Royle ausführlich erörtert worden. Man hat ihnauf Zeilon und nach Java verpflanzt, wo die Holländer dieserSache grofse Aufmerksamkeit widmen, und Versuche damitauf Sumatra, dem Cap der guten Hoffnung, auf St. Helenaund in Brasilien angestellt. In den Gärten um Porto sahLink den Theestrauch nebst der wohlriechenden Olive (Oleafragrans) gleichsam wild wachsen; er glaubt deshalb, wenneiner europäischen Nation daran gelegen sey, Thee in ihremLande zu ziehen, so würden sich die nördlichen Provinzenvon Portugal dazu vortrefflich schicken.
Die beiden Sträucher, welche den bekannten chinesischenThee des Hondels liefern, sind übrigens die nachstehenden.
Thea viridis L.Grüner Theestrauch.
(Blackwell Herb. tal>. 351. Plenk plant, med. tab. 437. Hayne Bd. 7. tab. 29.
Düsseldorfer Samtnl Lief. 7. lab. 1. Zenker Waarenkunde Bd. 1. tab. i3.)(Tliea slricta Alton. Hayne Bd. 7. tab. 27. Düsseldorf. Sammlung. Liefer. 7.
tab. 3. Zenker Waarenkunde 1. cit. fig. C. Loddiges Bot. cabinet. t. 226.)
Ein grofser starker Strauch, mit ausgebreiteten Zweigen;seine Blätter sind 3 — 5 Zoll lang, sehr breit lanzettförmig,blafsgrün, eigenthümlich wellenförmig gesägt und mit rück-wärts gebogenem Rande versehen. Die grofsen weifsen, ein-zeln stehenden Blumen sind meistens auf die oberen Blatt-achseln beschränkt; sie erscheinen im Herbste, 6—8 Wochenfrüher, als die des schwarzen Theestrauches.
Thea Bohea L.Schwarzer Theestrauch.
Dieser Strauch ist kleiner als der vorige; seine Zweigemehr aufrecht und steif, die Blätter nur halb oder 2 /s so grots,völlig flach, mehr lederartig und dunkler grün. Die Blumenstehen zu zwei bis dn i in den Winkeln vieler Blätter; siesind kleiner, haben einen unbedeutenden Geruch und entfal-ten sich im Winter.
Nach der Angabe des Dr. Abel liefern beide Arten sowohlden grünen, als schwarzen Thee der Kaufläden, doch sollThea viridis zur Bereitung des grünen Thees vorgezogenwerden. Diese Annahme wird durch Charles Millet, der ander Faktorei in Canton angestellt ist, bestätigt, welcher nochbemerkt, dafs die grünen und schwarzen Theesorten nur vonder Bereitungsart herrühren, so dafs 1826 grüner Thee aus