1692
Malpighiaceae.
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Parenchymtheil macht ungefähr die Hälfte der zum Theil ab-geschabten Rinde aus. Die untere Fläche ist ziemlich eben,oder durch etwas vorspringende Fasern der Länge nach runz-lich und besteht aus gleichlaufenden, ziemlich groben, schmuz-zig blafs-gelbbräunlichen Längsfasern. Die Rinde ist ziem-lich locker und leicht, doch fest und fühlt sich rauh an; sieläfst sich etwas schwierig brechen und reifst ungleich derLänge nach auf. Bei einem scharfen Messerschnitte bemerktman drei Schichten, die äufsere braunrothe Korkschichtläfst sich quer brechen und ist auf dem Bruche matt, uneben,die zweite oder Parenchymschicht ist dünn, blafs-gelb-bräunlich. oft nur undeutlich ausgebildet, zäher, schon mehrfaserig und ihre Lagen gehen in den dritten Rindentheiloder den Bast über, der sich durch seine Biegsamkeit undhellere graulichgelbe Farbe auszeichnet. Um das zimmtfar-bene Pulver zu erhalten, mufs man die Rinde fein der (Juerenach zerschneiden, weil sie sich sonst nicht gut stofsen läfst.Sie hat nur unbedeutenden, etwas dumpfen Geruch, der Kork-theil schmeckt etwas herb, nur wenig bitterlich, wogegendie übrigen Schichten bei längerem Kauen einen ziemlich bit-tern Geschmack zeigen und den Speichel gelblich färben. Derverdünnte, wässerige, wenig gefärbte Aufgufs wird durchsalzsaures Eisenoxyd anfangs schön dunkelgrün gefärbt, spä-ter wird die Farbe bräunlichin Flocken.
Gallustinctur trübt ihn hellgrau
Vorwaltende B es tan dt heile:
eisengrünender Ger-
bestoff in dem Korktheile, und bittrer Extractivstoff mehr inden Bastschichten. Hundert Theile Rinde bestehen nach H.J. Geiger aus bitterm Extractivstoff 7,5, gummigem Ex-tractivstoff mit chinasaurem £?J Kalk 1,5, unlöslich gewor-denem Extractivstoff 0,5, eisengrünendem Gerbestoff l.l, ei-genthümlich bitter schmeckender Substanz 3,0, braunrothemgeschmacklosem Harz 4,2, Pflanzenfaser 15.8, Verlust anFeuchtigkeit 6,4 (100,00). Biltz fand in gleicher Mengefolgende Bestandteile: eigenthümliche kristallisirbare Sub-stanz 1,1, in Weingeist, nicht in Aether und Wasser löslicheSubstanz 1,6, Gerbestoff (harzigen Extractivstoff) 14,2, gum-migen Extractivstoff 33,8, Faserstoff und Verlust 47,8, Asche1,4 (100,0). Derselbe-erwähnt auch ein Alcornin, einebesondere weifse, kristallisirbare, neutrale, kamphorartige Sub-stanz. Auch Trommsdorff, Rein, Cadet und Nachetstellten früher Versuche mit Alcornoquerinde an.
Güte, Aechtheit. Die Güte ergibt sich aus der Be-schreibung; die von Korktheilen beireite, oben braune, untenhelle, mehr oder weniger gelbliche, reichlich Bastschichtenenthaltende Rinde ist die beste. Dafs ihr Königschina odergelbe faserige Chinarinde, die bereits früher (p. 962) be-schrieben wurden, untergeschoben werde, ist kaum zu ver-