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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1595
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Fumariaceae.

1595

Membran über, an der sich die Staubbeutel befinden, der mitt-lere jeder Phalange ist zweifächerig. Nur selten sind dieStaubfäden unverwachsen und kürzer als die Corolle. DerFruchtknoten ist etwas zusammengedrückt, er trägt einenfadenförmigen, bleibenden oder articulirten abfallenden Griffel,mit zweitheiliger, seltner viertheiliger Narbe, zu der oft nochmehrere Collectoren kommen. Die Frucht ist trocken, seltnerfleischig, einfächerig, bisweilen in mehrere Fächer getrennt,sie bleibt geschlossen. oder öffnet sich mit zwei Klappen undenthält einen oder mehrere sitzende, oft mit einem kammför-migen Anhängsel versehene Saamen, die ein fleischiges etwasöliges, oft gekrümmtes Eiweifs besitzen, in dessen Basis derganz kleine Embryo liegt, mit von dem Mittelpunkte abge-wendetem Würzelchen ; seine zwei (seltner ein einziger) Co-tyledonen erscheinen nach dem Keimen als dünne, fast faden-förmige, gestielte Blättchen.

Gattung Fumaria L. Erdrauch.

(Systenia Linn. Diadelphia Hexandria.)

Der Kelch besteht aus zwei gefärbten Blättchen, wovondas eine in einen Sporn sich verlängert. Die Corolle bestehtaus zwei Blumenblättern. Sechs Staubfäden sind in zwei Pha-langen verwachsen. Der abfallende Griffel hat eine zweilap-pige Narbe mit nur unvollkommen gebildeten StaubsammlernQCollectoresJ. Die vor der Reife fleischige Frucht bildet sichspater zu einem trocknen, fast kugelförmigen, geschlossenbleibenden, einsaamigen Nüfschen. Dem Saamen mangelt dieNabelwulst.

Fumaria officinalis L.

Gemeiner Erdrauch, Feldraute, Taubenkörbel,Grindkraut u. s. w.

(Blackwell Herb. t. 237. Plenk plani med. tab. 545. Düsseldorf. Samml. Lief.

3. tab. i5. Mann Deutschi, wildwachsende Araneipflanz. 16. Liefer. Guimpel

et v. Schlechtendal tab. 94.)

Eine auf Aeckern, Gärten und Weinbergen in Deutschland,wie fast durch ganz Europa einheimische , und kaum, wie öf-ters gesagt wurde, aus dem Orient stammende jährige Pflanze,mit dünner, gelblichbrauner, wenig befaserter Wurzel, zar-,tem, hand- bis fufshohem und höherem, ganz glattem, auf-rechtem oder theilweise niederliegendem, vierseitigem, aus-gebreitet ästigem Stengel. Die Blätter stehen abwechselnd,sie sind dreifach zusammengesetzt, unregelmäfsig gefiedert,hellgrün, unten blässer, nicht selten mehr oder weniger grau-grün, die einzelnen Blättchen sind schmal, keilförmig, zwei-oder dreispaltig, mit linien - lanzettförmigen, oben schmäleren,stumpfen Einschnitten. Die Blumen erscheinen vom April oder