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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Furaariaceae.

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nigra angebt, so bemerkt Guibourt, der Saarae des Ackersenfs sei meistensgröfser als der schwarze Senfsaamen, dabei mehr sphärisch, die schwärz-lich-braune Oberfläche glatt, und der Geschmack so merklich weniger6charf, dal's es nicht wohl angehe, ihn dem officincllen Sentsaamen zu Sub-stituten. Uebrigcns würde dieser Ackersenf seiner glatten Saamen we-gen, recht gut der Gattung Brassica zuzuzählen seyn.

Familie: FUMARIACEAE üecandolle.Fumariaceen #).

Die Fumariaceen bilden eine niedliche Gruppe jähriger,zweijähriger oder ausdauernder, mit wässerigem Safte ange-füllter Gewächse, die vorzugsweise in der gemässigten Zoneder nördlichen Hemisphäre wohnen. Die Wurzel ist fast ein-fach, zuweilen knollig, die Stengel rund oder eckig, bei denArten mit knolliger Wurzel finden sich an ihrer Stelle Knos-pen , die zwischen den Blättern, Schuppen und dem Blumen-schafte stehen. Die Stengelblätter haben keine Blattansätze,sie sind gestielt, abwechselnd, oder oben gegen über, selbstquirlförmig stehend, seltner einfach, meistens mehr oder we-niger, selbst vielfach und unregelmäfsig zusammengesetzt. DieBlumen sind Zwitter, gestielt, sie stehen einzeln oder inTrauben geordnet, an der Spitze der Stengel und Zweigeden Blättern gegen über, oder in den Winkeln, welche dieZweige bilden, nur selten kommen sie unmittelbar aus denKnospen des Wurzelhalses. Der Kelch besteht aus zweileicht abfallenden, gekielten, etwas gefärbten Blättchen, zudenen noch zwei Nebenblättchen QBracleae) kommen. DieCorolle besteht aus vier Blumenblättern, die dreilappig oderkielartig gehöhlt sind^ bisweilen mit den Kelchblättchen zu-sammenhängen und paarweise mit einem mittleren, meistensunvollkommenen Staubfaden zu zwei Organen verwachsensind QSlemonopetalaJ , die aus der Verschmelzung der Blu-menblätter mit den Filamenten hervorgingen. An der Basisder Kelchblättchen ist ein höckeriger oder gespornter Honig-saftbehälter (NectarotheccQ, an der Basis der Staubfädeneine Nectardrüse QNeclurodenium). Sechs Staubfäden sindauf die angegebene Weise in zwei Phalangen verwachsen, siesitzen auf dem Fruchtboden oder auf den gespornten Kelch-blättchen und gehen in eine oft an der Spitze dreitheilige

*) In der Darstellung dieser Familie , so wie der sehr nahe verwandten Papa-veraceen folgte ich vorzugsweise ßernhardi in der Linnaea Bd. 8. pag. 401u. d. f. Noch kanu verglichen werden :

C. F. G. A. Hau d sc h uc h : De plantig Fumariaceis Dissert. medico-botanica , Erlsngae i832. Ferner nnd ganz vorzüglich E. Meyer PreufsensPflanzengattungen nach Familien geordnet, Königsberg 1839. pag. 186. E«ist dies ein Büchlein, das man angehenden Botanikern zum Studium nichtgenug empfehlen kann.