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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1439
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Helleboreae.

14S9

f.

Helleborus viridis L.

Grüne Nieswurz; grünblumige schwarze Nies-wurz oder Christwurz, falsche Nieswurz, Bären-wurz, Bärenfufs.

(Blackwell Herb. lab. 5og et 5io. Plenk plant, med. tab. 447. Hajne Bd. 1.

lab. 9. Düsseldorf. Sa in ml Suppl. 2. tab. 22 u. 24. *). Brandt et Ratzeburg

Giftgewächse tab. 36.)

Auch diese Art wächst in Wäldern und Gebüschen, zu-mal auf Bergen in England, Frankreich, Italien und derSchweiz. Jn Italien ist sie weit häufiger als die vorige; siefindet sich in Oestreich, Krain, Steiermark, Tyrol, Böhmen,in Schlesien, Sachsen, Thüringen, in Baiern, Wirtembergu. s. w., auch am Kaukasus und selbst in Nordamerika kommtsie vor, nicht minder wird sie häufig bei uns in Gärten undWeinbergen zur Zierde gezogen, wo sie gewöhnlich imMärz blühet. Es ist eine der vorigen ähnliche, doch leichtzu unterscheidende Pflanze. Bei Helleborus niger ist der Blu-menstiel in der Nähe der Blumen mit Bracteen besetzt, sonstaber blattlos; bei H. viridis ist der Stengel unten nackt, aberdie Zweige sind an der Basis mit Blättern besetzt. Diesesind sehr lang gestielt, mehr finger- als fufsförmig getheilt,die einzelnen Blättchen, deren gewöhnlich sieben beisammenstehen, sind lanzettförmig, zugespitzt, bis gegen die Basishin ungleich gesägt, zum Theil zweispaltig, sonst ganz wiedie der schwarzen Nieswurz. Die Blumen stehen einzeln amEnde eines V» bis 1 Fufs hohen, zweispaltigen, und öftersnochmals gabelförmig getheilten, glatten Stengels, der anden Theilungen und am Grunde der Blumenstiele mit den be-schriebenen Wurzel blättern ähnlichen, kurz gestielten odersitzenden, kleineren, zum Theil nur 5—6spaltigen Blätternbesetzt ist. Die hellgelblichgrünen Kelchblättchen blei-ben geraume Zeit stehen.

Nahe verwandte Arten oder Formen dieser grünen Nies-wurz sind:

Helleborus odorus Waldst. et Kit.; auf den Ge-

birgswaldungen bei Salzburg, in Ungarn u. s. w. einheimisch;der Stengel ist höher, die Blätter breiter, unten etwas be-haart , die Blumen stark riechend ; dazu gehört als SpielartHelleborus atrorubens W. et Kit., ausgezeichnet durchrothgefleckten Stengel und schwärzlichrothe, innen schmutziggelbgrüne Blumen; sie wächst in Krain, Croatien und Sla-vonien. Schon Clusius scheint diese Form gekannt zu haben.

*) Auf dieser Tafel sind die getrockneten Wurzeln von Helleborus niger, foctidus und viridis, io wie von Actaea spicala und Adonis vernalis nebeneinander abgebildet, wodurch die Erkennung und Unterscheidung derselben«ehr erleichtert wird.

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