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1368 Saxifragaceae.
Familie: SAXIFRAGACEAE Jussieu.
Saxifragaceen.
Die Saxifragaceen sind oft rasenartige Kräuter, welchevorzugsweise die nördliche Hemisphäre der Erde bewohnen,und eine der schönsten Zierden der Schneegrenze der Alpen,so wie der arctischen Regionen ausmachen. Ihre Stengelsind oft mit Drüsen besetzt, die Blätter einfach, ganz odervielfach eingeschnitten, abwechselnd stehend, ohne Neben-blättchen. Die Blumen sind gewöhnlich regelmäfsig, Zwitter,und stehen einzeln, oder häufiger in einfache oder ästigeTrauben, Rispen u. s. w. geordnet. Der Kelch ist frei odermit dem Kelche verwachsen, vier- bis fünftheilig; Blumen-blätter sind eben so viele, oder die doppelte Zahl vorhanden,selten mangeln sie ganz, sie sind meistens weifs, bisweilenroth oder gelb, niemals blau. Gleich den Blumenblättern stehenauch die Filamente um den Griffel; sind sie in gleicher Zahlvorhanden, wie die Kelchsegmente, so stehen sie diesen ge-gen über, sind ihrer, was häufig der Fall ist, noch einmalso viel, so stehen sie abwechselnd vor den Blumenblättern.Der Fruchtknoten ist aus zwei (seltner drei) genau verwach-senen Ovarien gebildet, zwei- oder einfächerig; er trägtzwei stehen bleibende Griffel, mit einfachen Narben. DieKapselfrucht ist zwei-, seltner einlächerig, von den Griffel-resten gekrönt; ihre Fächer erweitern sich an der Spitze undeine Längslinie öffnet sich abwärts. Der Fruchtträger sitztan dem Klappenrande mit zahlreichen Saamen, diese habenein fleischiges Eiweifs und das Würzelchen des geraden cen-tralen Embryo ist nach dem Nabel gerichtet.
Gattung Saxifraga L. Steinbrech.
(System. Linn. Decandria Digynia.)
Der Kelch ist mehr oder weniger mit dem Fruchtknotenverwachsen, oder auch frei, der Saum immer fünftheilig; Blu-menblätter sind fünf vorhanden, und doppelt so viel Staub-fäden. Der zweigriffelige Fruchtknoten hinterläfst eine zwei-fächerige, zwischen den erhärteten schnabelartigen Griffel-resten sich öffnende Kapsel.
Saxifraga granulata L.Körniger Steinbrech, weifser Steinbrech, Hunds-rebe, Keil kraut.
(Blackwell Herb. tab. 56. Plenk plant, med. tat. 345. Hayne Bd. 3. tab. s3.)
Eine perennirende, durch ganz Deutschland häufig auftrocknen, sonnigen Wiesen, Grasplätzen, auf Bergen undMauern wachsende Pflanze, mit 1 — 1 % Fufs hohem, weich