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Euphorbiaceae.
3—io Ful's hoher Wetternder Strauch mit eiförmig - elliptischen, wellen-förmigen, zugespitzten, in der Jugend weich behaarten Blättern. Dieschariachrothen Blumen stehen in doldenförmigen Büscheln am Ende derTriebe, von coneaven scharlachrotiien Decliblättcheu umgeben ; sie habendie Form eines Pantoffels oder chinesischen Schuhes, weshalb die Pflanzeauch Pantol'ielbaum heifst. Der aufseiordentlich scharfe und giftartigwirkende Milchsaft enthält nach Ricord Madianna, Harz, fettes Oel mitEuphorbin , Schleim, Extractivstoff, Cerin, Myriein, Blebcr (Glu), Was-ser u. s. w. Man sehe Annalen der Pharmacie Bd. 5. pag. 346.
Excoecaria Agallocha L., in 'die Dioecia Triandria gehörend;Indianischer Blendhaum, Blindbaum, Adlerholz. Ein in Ostindien undZeilou einheimischer niederer Baum, mit abwechselnden, gestielten, eiför-migen, lederartigen Blättern. Die männlichen Blumen haben dreitheiligeStaubfäden, die weiblichen einen dreitheiligen Griffel Die Frucht ist einedreikammerige Kapsel. Der Baum enthält einen höchst scharfen Milchsaft,der in die Augen gebracht leicht Blindheit veranlafst; auch soll von dem-selben eine schlechtere Sorte von Aloe oder Adlerholz kommen *). WachRaybaud liefern 100 Pfund troclmcs Holz 4 Unzen strohgelbes Ocl von nia-joranähnlicbem Gerüche.
Hura crepitans L. Prasselnde Hura, Sandbüchsenbaum; in dieMonoecia Monadclphja gehörend; ein in Südamerika einheimischer sehrhoher Baum, mit tief herzförmigen Blättern. Die männlichen Blumen bil-den Kätzchen , die weiblichen stehen einzeln und hinterlassen grofse kreis-runde holzige Kapseln, die bei der Reife mit grolsem Geräusche aufsprin-gen. Sie werden als Streubüchsen benutzt. Der scharfe Milchsaft verur-sacht in die Augen gebracht leicht Blindheit. Die platten, fahlgelben, denKrähenaugen ähnlichen Saainen schmecken wie Mandeln, wirken aber hef-tig purgirend. Eine Analyse derselben ist bemerkt im Magaz. für Pharm.Ud. 9. pag. 67.
Hippomanc Mancinella L. Manzincllen- oder Manschinellen-baum, Manschinellapfel, ebenfalls in die Monoecia Monadclphia gehörend.Ein in Westindien einheimischer Baum mit eiförmigen, scharf gesägtenBlättern. Die männlichen Blumen stehen in Kätzchen, die weiblichen hin-terlassen als Frucht eine grofse, runzliche, fleischige, wohlriechende Kap-sel, von der Gestalt und Grofse eines Apfels, mit bleibender Narbe undsiebenfächeriger Wufs. Alle Theile sind höchst scharf und schon die Aus-dünstungen des Milchsaftes sollen gefährliche Folgen haben. Bignonia Leu-coxylon soll als Gegengift benutzt werden. TJebcr die medicinische An-wendung des Mancinellapfels sehe man Magazin für Pharm. Bd. 16. p. 3i8und die neuesten Entdeckungen in der Materia medica, 2. Auflage, p. 197.
Sapium aueuparium Jacquin oder Hippomanc biglandulosa Au-biet. Lorbeerblätteriger Manseliinellbaum, dem vorigen nahe verwandt,in Surinam und Westindien einheimisch, hat ebenfalls einen sehr giftigenMilchsaft, der auch als Vogelleim benutzt werden kann.
Stillingia sebifera Michaux. Croton sebiferum L., in dieselbeKlasse und Ordnung gehörig; Talgbringende Stillin gie; Talg-baum. Ein in China, Carolina und Cuba einheimischer Meiner Baum,mit lang gestielten, oval - rhombischen Blättern, deren Blattstiel mit 2 Drü-sen besetzt ist, Die kleinen gelben Blumen stehen in Trauben; die weib-lichen haben 3 Griffel und hinterlassen eine dreieckige Frucht, in der 3erbsengrofse schwarze Saamen von einem weifsen wallrathähnlichen Fett
*) Der Name Adlcrholz ist nach Royle eine ganz irrige Benennung, das Holzlieifse im Portugiesischen Poa d'agila, woraus man irrig aquila oder Adler-tolz gemacht habe, übrigens soll die oben (p. 354; angeführte AquilariaÄgaliocha eine, vielleicht die wahre Sorte von Calambac-Holz liefern.Man vergleiche oben Aloexjlon Agallochuiu pag. 1104.