Euphorbiaceae.
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Esulae. Der scharfe Milchsaft enthält nach P. Ohlenschläger in Münchenein nur in Aethcr lösliches Harz, ein in Alcohol und Aether löslichesHarz, nebst etwas fettem Oel, sodann Wasser, saures äpfelsaures Kali,Gummi, ExtractivstofF und EiweifsstofT. Man sehe Kastner Archiv fürChemie und Meteorologie Kd. 4- Heft 2. p. 249.
Euphorbia Peplus L. Rundblätterige Wolfsmilch. Eine der vo-rigen ähnliche, an denselben Orten häufig vorkommende, aber viel späterblühende und weit kleinere , zartere jährige Pflanze; die Blätter sind ver-kehrt - eiförmig, ganzrandig; die Blumen stehen in einer drcistrahligenAfterdolde, deren Aeste mehrfach getheilt sind. Die Blättchen der Hülleund die Deckblättchen sind oval, die Drüsen der Blümchen grüngelb,zweihörnig. Die kleinen dreieckigen, etwas gerunzelten Kapseln enthaltensehr schön netzartig gefurchte öaamen. Officinell war sonst das Kraut,Herba Esulae ro tundifo liae ; es ist wie die verwandten scharf undsomit leicht nachtheilig. lieber die schädlichen Wirkungen auf die Hautsehe man Magaz. für Pharm. Bd. 16. p. 817.
Euphorbia exigua L. Die kleine Wolfsmilch oder Steinmilcb, diezumal im Spätsommer auf Aeckern sehr häufig ist, und durch ihre schmallinien-lanzettförmigen Blätter von der vorigen leicht unterschieden werdenkann, ist ebenfalls scharf. Unter dem Namen Peplion'war ehedem dieim südlichen Europa einheimische E. Peplis L. oder die Meerstrands-Wolfsmilch gebräuchlich. — Die Herba Cbamacsyces der Alten wurdevon der grauen Wolfsmilch E. Chamaesyce L. und der verwandten E. ca-nescens L., die beide im südlichen Europa wachsen, eingesammelt.
Euphorbia IpecacuanhaL. Brechwurzel-- Wolfsmilch. In Nord-amerika einheimisch. Eine perennirende Pflanze mit aufrechten, gabelför-mig-ästigen Stengeln, gegen über stehenden, lanzettförmigen, ganzrandi-fen Blättern und einzelnen achselständigen, auf langen Stielen stehenden,leinen, grünen, an der Spitze gelben Blumen, die vor den Blättern er-scheinen. Die Wurzel, Radix Ipecacuanhae spuriae albae istcylindrisch , faserig, weifslicb, geruchlos, von unbedeutendem Geschmacke,soll aber darum doch sehr energisch wirken.
Euphorbia corollata L. Grofsblumige Wolfsmilch. Eine in Ca-nada, Virginien, Maryland und Pensylvanien einheimische Art, die vonden Verwandten sehr leicht durch die ungewöhnlich grofse weifse Corollemit gelben Staubbeuteln unterschieden werden kann. Ihre Wurzel istunter dem Namen Ipecacuanha oder Iudian physic bekannt. NachZollikofer ist diese Wurzel ein gutes Brechmittel, welches milde undsicher wirkt und die Ausleerung ohne vielen Ekel oder Würgen veran-lagt The American Journal of medical Sciences, Mai i833. pag. 71— 76.
Euphorbia parviflora L. nebst einigen andern Arten (E. rivularisund hirsuta) liefern nach Hergt und Artus durch Ausziehung mit Wasserein blafsothes, durch verdünnte Schwefelsäure intensiver werdendes Pig-ment. Damit getränkte Papiere zeigen durch grüne Färbung freie Alka-lien an, und sind weit empfindlicher , als Curcumapapier. (Pharm. Cen-tralbl. .838. p. 926.;
Euphorbia linearis Hetz. Linienblätterige Wolfsmilch; eineauf den karibäischen Inseln und in Brasilien einheimische krautärtige Spe-cies mit schmalen, zwei Zoll langen, ganzrandigen, unten weifslichen Blät-tern , einzeln auf kurzen Stielen stehenden Blumen und glatten Früchten.In Westindien wird der Milchsaft gegen Syphilis gebraucht.
Ueber die Euphorbien, welche sich auf Guadeloupe befinden, theilteRicord - Madianna seine Bemerkungen mit. Man sehe Annalen der Phar-macie Bd. 3. p. 222.
Pedilanthus tithy maloides Poit. oder Euphorbia myrtifoliaL amark; ein im südlichen Amerika und auf den Antillen einheimischer,Geigers Pharmacie II. 2. (zte Jufl.) 78
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