Burseraceae.
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Bosvrellia glabra Roxburgb (Canarium balsamiferum Willde-n o w), eine gleichfalls in Ostindien einheimische, der vorigen sehr ähnlicheArt, unterscheidet sich durch glatte, oval-lanzettförmige Blätter, die späterals die Blumen sich entwickeln. Diese haben weifse , fast spateiförmigeoder verkehrt-eiförmige Blumenblätter, und auch die Form des Saamensist weniger spitz, als bei der vorigen Art. Auch dieser Baum liefert Weih-rauch ; Royle sammelte es selbst an dem Stamme, und zwar in sehr schö-nen Waren, hellen und reinen Körnern, die mit hellem Lichtelanze ver-brennen und einen angenehmen Geruch verbreiten ; auch wird das Harider B. glabra ganz wie der gewöhnliche Weihrauch in Ostindien benutzt.Martius erwähnt das Harz der B. glabra unter dem Namen Koondri-cum als eine harzige, aus hellbraunen oder gelblichen Tropfen zusammen-geflossene Masse, die sich zwischen den Zähnen schvycr zertheilcn läfst,etwas bitter und scharf schmeckt, und sich im Weingeist vollkommen löst.
Aufser dem "Weihrauch der Boswellien kennt man mehrere Harze, diodenselben Namen tragen, und eben so zum Räuchern in den Kirchen be-nutzt werden , selbst das gemeine Fichtenharz (Thus commune) wird aufsolche Weise benutzt (siehe pag. 262). Auch in Afrika gibt es Weihrauch,wie schon die Alten wußten, allein es ist zweifelhaft, ob heut zu Tageafrikanisches Olibanum in den Handel kommt. In neuern Zeiten sprechenBruce , Labat und Adanson von afrikanischen Weihrauchbäuinen j Mollieuwill solche in Nigritien gefunden haben und nach Beaufort ist es eine ArtFicus, von der die Afrikaner ihr Olibanum sammeln. Noch reichlicherlinden sich dergleichen wohlriechende Harze in Amerika; namentlich sollenCroton nitens Swartz, C. thurifer Kunth, C. adipatus Kunth, Baille-ria neriifolia, Helianthus thurifer, Laetia apetala Jacquin u. s. w. einsolches liefern. Besonders aber schwitzen mehrere Arten von Icica wohl-riechende Harze ans, die zum Theil als Tacamahaca in den Handel gekom-men zu seyn scheinen.
Gattung Bulsamodendron Kunth. Batsambaum.
(System. Linn. Octandria Monogynia.)
Die Blumen sind ganz getrennten Geschlechtes; der Kelchist vierzähnig, bleibend, die Corolle besteht aus vier Blumen-blättern. Die acht Staubfäden sind unterhalb der ringförmigenScheibe befestigt. Der zweifächerige Fruchtknoten trägt ei-nen kurzen stumpfen Griffei. In der ein- oder zweifächeri-gen spitzen Beere mit hervorragenden Suturen sind 1 — 2Saamen enthalten.
Balsamodendron Myrrha Ehrenberg et Nees.Myrrhen-Balsambaum ; wahrer Myrrhenbaum.
(Düsseldorf. Sammlung. Lief. 17. tab. i5. Guimpel et v. Schlechtendal. t. 280.)
Ein kleiner Baum oder Strauch, der an den Grenzen desglücklichen Arabiens bei Gison in lichten Wäldern wächst,und dort das Unterholz bildet; seine sparrig ausgebreitetenAeste sind mit einer blafs aschgrauen Binde bekleidet, undendigen in spitze Dornen. Die Blätter stehen zu dreien aufeinem Blattstiele, die Seitenblättchen sind viel kleiner, alsdas am Ende stehende, alle umgekehrt-eiförmig, stumpf, amEnde sparsam gezähnt oder ganzrandig, glatt. Die Blumen.