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Burseraceae.
rundet in den Handel gebracht, und hiefs auch OlibanumSyagrium. Der feine pulverige Abfall der Drogue hiefsManna. Aufserdern unterschieden sie noch ein [OlibanumOrobium aus auserlesenen, oft gelbröthlichen Stückchen, vonder Gröfse einer Erbse bestehend 5 es kommt diese Sorte, dieauch in der Küche diente, öfters unter dem Namen Oliba-num Copiscum vor. Ganz abweichend ist aber das Oli-banum Ammonites, welches weifs war, und in der Handerweicht, sich wie Mastix ziehen liefs.
VorwaltendeBestandtheile. AetherischesOel,Harzund Gummi. Nach Braconnot bestehen 100 Theile reiner Weih-rauch aus ätherischem Oel 5, Harz 56, Gummi 30,8 und ausunlöslichem (wahrscheinlich in Weingeist schwer löslichem)Harz bestehendem Rückstand 5,3.
Güte, Aechtheit. Je heller und reiner die Stückesind, um so besser ist der Weihrauch. Untermischtes Fich-tenharz erkennt man an der zähen Beschaffenheit der Körner,so wie an der leichteren und vollständigeren Schmelzbarkeitin der Wärme, wobei sich ein mehr widerlicher Terbenthin-geruch verbreitet, endlich an der vollständigen Löslichkeit inWeingeist. Bisweilen fand man den Weihrauch mit zerschla-genen Stücken von Kalkspath vermengt.
Anwendung. Man gab ehedem den Weihrauch innerlich in Mixturen alsEmulsion, mit Eigelb oder Zucker abgerieben, oder in Pillen. Jetzt wird ermehr äufserlich gebraucht, zum Räuchern, zu Pflastern und Salben. Er istBestandteil der Pilulae de Cynoglosso, des Spiritus Mastiches compositus seumatricalis, des Emplastri aromatici seu slomachici , opiati, Oxycrocei und vieleranderer älterer Compositionen; ferner des P.äucherpulvers , der Räucherkerzen,Ofenlacks und anderer ähnlicher Zusammensetzungen. Bekannt ist der Gebrauchzum Räuchern in den Kirchen.
Geschichte. Die Kenntnifs des Weihrauchs reicht bis in das höchsteAlterthum hinauf, indem schon in der Bibel dieses Rauchwerk öfters erwähntwird. Die Israeliten bezogen es aus Saba oder Hadromaut in Arabien , auch ge-hörte der Weihrauch zu den ältesten Handelsartikeln der Phönicier. Nach He-rodot brauchten die Chaldäer in Babylon jährlich für 100,000 Talente Olibanumbei ihrem Gottesdienst. Mit Weihrauch opferten die Griechen erst nach demtrojanischen Kriege *). Als Alexander der Grofse im Knabenalter diese damalstheure Drogue auf den Altären verbrannte, so bemerkte ihm sein Lehrer Leoni-das , es zieme sich diefs, wenn er die Völker, in deren Ländern der Weihrauch-baum wachse, besiegt habe-, und Alexander schickte später ein ganzes mit Oliba-num beladenes Schiff aus Arabien, damit man den Göltern reichlich opfernkönne. Als Arzneimittel kommt der W r eihrauch schon in den hippokratischenSchriften vielfaltig vor; man benutzte ihn sowohl zum inner« als äufsern Ge-brauche; besonders beliebt war der Weihrauchrus (Fuligo Thuris) als eignesPräparat, auch gehörte die Rinde des Baums (Cortex Thuris) zu den offieinellenDroguen. Der Weihrauchbaum scheint zuerst von Marco Polo in Escher ampersischen Meerbusen beobachtet worden zu seyn , allein das, was er davon sagt,reicht uebst allen älteren Nachrichten nicht zu, um ihn systematisch bestimmenzu können. Erst im Jahre >8o9 lernte man ihn durch Colebrooke und Roxburghnäher kennen.
*) lliacis temporibus thure noa supplicabatur. Plinius XIII. t.