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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Crassulaceae.

I

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Umbilicus pendulinus Deeandolle. Cotyledon Urnbilicus ra-rietas b. Linn. Blaekwell Herb. t. 263. Gemeines Nabelkrautj in die De-candria Pentagynia gehörend. Ein im südlichen Europa, so wie in Eng-land wachsendes perennirendes Pflänschon mit knolliger Wurzel, spannen-hohem, einfachem, rothem Stengel, der an der Basis mit gestielten, schild-förmigen, kappenartig hohlen, ausgeschweift gezähnten, blaugrünen, dicken,saftigen Blättern besetzt ist, und am Ende eine rispenförmige, pyramidale,gedrängte Traube von hängenden kleinen, gelblichen, an der Mündunggrünen Blümchen trägt, welche aus einem fünftheiligen Helch und röhrSger fünftheiligen Krone bestehen, an deren Basis sich Nectarschuppen be-finden. Die Frucht besteht aus fünf Balgkapseln. Davon war ehedem dasKraut: H erb a ümbilici V ene ris se u Coty le doni s , officinell. Esschmeckt schleimig, krautartig.

Gattung Sempervimm L. Hausvmr%.

(System. Linn. Bodecandria Dodecagynia.)

Der Reich ist in 612 Segmente zerschnitten; aus ebenso vielen Blumenblättern besteht die Corolle, wozu noch einegleiche Zahl gezähnter oder geschlitzter Nectarschuppen kom-men. Staubgefäfse sind doppelt so viel vorhanden, als Blu-menblätter. Die Zahl der Fruchtknoten stimmt mit der derBlumenblätter überein, sie hinterlassen viele Saamen enthal-tende Balgkapseln.

Sempervivum tectorum L.

Gemeine Hauswurze!, Dachwurzel, Dachlauch,Donnerkraut.

(Blaekwell Herb. tab. 366. Plenk plant, med. tab. 372. Hayne Bd. 6. tab. 14.)

Die gemeine Hauswurzel wächst wild auf den Felsen derAlpen, in der Schweiz auf dem Gotthard und andern hohenGebirgen, in Krain auf den Felsen des Isonzothales ; auf denAbruzzen nach Tenore. Sibthorp sah die Hauswurz auf denDächern in Constantinopel, wo sie wohl wie bei uns eultivirtsejoi mag. Es ist eine perennirende Pflanze mit dickem, kur-zem, cylindrischem Wurzelstock, der nach allen Seiten spin-delförmig ästige, faserige, weifse Aeste und starke stroh-halmdicke und dickere, braune, glatte Ausläufer treibt;gewöhnlich sind diese Theile von abgestorbenen faulendenlättern umhüllt. Oben steht eine dichte zierliche Rosettevon y 2 bis 3 Zoll hingen, und längeren dicken, fleischig-saftigen, auf einer Seite flachen, auf der andern etwas con-vexen, glatten, lanzettförmigen, hellgrünen, an der Spitzebraunrothen Blättern mit zartgewimpertem Rande und kurzerweicher Stachelspitze. Die Ausläufer haben an ihrer Spitzeähnliche kleinere Rosetten, sie treiben später Wurzel, undso bildet sich bald ein dichter gewölbter Rasen von gröfsernund kleineren Rosetten. Der Blüthenstengel entspringt ausden ältesten, ist 1 1 y 2 Fufs hoch, aufrecht, oben ästigausgebreitet und ganz mit röthlichen blattartigen Schuppen