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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Cnssieac.

I

gefiederte» Blättern bc9etr.t, die aus 7 oder 9 lanzettförmigen, spitzen,ganzen, gegen einander über stehenden, kurzgertielten Blättclien zusam-mengesetzt i>ind. Die Meinen Blumen stehen in rispenförmigen Trauben anden Zweigen und hinterlassen ovale Früchte, ungefähr von der Gröfsc ei-nes Hühnereies; anfangs sind sie grün; ihre Überfläche ist mit kleinenweifsen Punkten besetzt und an einer Seite mit einer Längemippe ver-sehen, die eine Sutur zu seyn scheint. Jede dieser Früchte schliefst eineharte braunrothe Kufs ein, welche einen bittern, übelsehmeckenden Kernenthält. Diese Kerne kommen im Handel unter dein Namen SeminaAngelin vor,'gewöhnlich sind sie zerbrochen, aussen gelblich, innen weifs,geruchlos und von bitterm Geschmack. Sie dienen ah Wurmmittel. Mansehe Magazin f. Pharm. Bd. 21. p. 197. Unter gleichem Namen beschreibtMartius die Saamen von Geoffroya vermifuga Martius und vonG. spinulosa Martius; beides sind brasilische, der Andira verwandteBäume. Sie sind zum Theil scheibenförmig oder der Länge nach geschnit-ten, von der Gröfse einer Muskatnufs, bisweilen mit vielem Pulver ge-mischt, von Farbe gelblichweifs, mehlig, die gröfscren Stücke leicht zuzerbrechen, dabei fast geruch - und geschmacklos. Nach Buchner ziehtAlkohol eine flüchtige, die Augen stark angreifende Substanz aus. Vonder Andira racemosa kommt wohl auch die als Wurmmittel gerühmte,aber nicht gehörig bekannte Angelinrinde , Cortex Angelinae MurrayAppar. Medicam. VI. pag. 171.

Gattung Geoffroya Jacqiän. Geoffroye.

(System. Linn. Diadelphia Decandria.)

Der Kelch ist glockenförmig, fast zweih'ppig, mit fünfSegmenten. Die CoroIIe ist schmeUerlingsförmig, die Flügelund der Nachen sind von gleicher Gröfse, kürzer als dasFähnchen. Von den 10 Staubfäden sind 9 verwachsen, wäh-rend der zehnte frei steht. Die Hülse ist gestielt, etwas flei-schig, eiförmig, einfächerig, innen zweiklappig 5 sie enthalteinen dicken Saamen mit fleischigen Cotyledonen.

Ceoffroya surinamensis Murray. (Bondt.)

Surinamische Geoffroya, Surinamischer Wurm-rindenbaum.

(Plenlt planl. med. tab. ^76. Düsseldorfer Samml. Lief. 12 tab. 24. Guimpelet v. Schleckten dal tab. 282. Geoffroya relusa Lamark. Andira retim Knatli.

Ein in sandigem Boden der höher liegenden Wälder inSurinam einheimischer Baum, mit ansehnlichem, ziemlich ästi-gem Stamme, der ein festes gelblichbraunes Holz hat, unddessen Rinde beim Verwunden einen rothen harzigen Satt vonsich gibt. Die gestielten unpaarig gefiederten Blätter stehengegeneinander über, und bestehen meistens aus 9 gegen 2 Zolllangen und 1 Zoll breiten, ovalen, ganzrandigen , stumpfenund etwas ausgerandeten glatten Blättchen. Die Blumen ste-hen am Ende der Zweige in ansehnlichen, aufrechten, sehrästigen , zweitheiligen , rispenartigen Trauben. Die schönpurpurroth gestreifte und gefleckte Corolle ist dreimal so langals der Kelch. Die Frucht ist eine ovale, gegen 2 Zoll gröfse,mit einer Längsfurche gezeichnete, feste, fleischige, stein-fruchtartige Hülse, mit gefurchter, sehr harter Nufs.