Cassieae.
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Faviilie: CASSIEAE Schultz.
\ C a s s i c e n.
Die Cassieen, den Papilionaceen näher als den Mimosenstehend, und von älteren Botanikern mit den Leguminosen ver-eint, von R. Brown Caesalpineen genannt, bilden eine sehrschöne Pflanzengruppe, deren Glieder nur allein die Tropen-länder und die ihnen zunächst liegenden wärmeren Erdstrichebewohnendes sind Bäume, Strätieher oder Kräuter mit cylin-drischen Aesten und Zweigen. Die Blätter sind einfach oderdoppelt abgebrochen gefiedert (folia abrupte seil pari pinnata),so dafs also an der Spitze kein einzelnes Blättchen steht; nurselten sind die Blätter blos gepaart, oder einfach und zweilap-pig. Die Blumen sind Zwitter, seltner polj r gamisch, meistensin Trauben, seltner in Rispen geordnet, bisweilen gepaartoder einzeln. Der Kelch ist meistentheils in fünf, an Gröfseungleiche, Segmente geschnitten; auch die CoroIIe ist unre-gelmäfsig und besteht gewöhnlich aus fünf Blumenblättern, diein ihrer Structur oft der Schmetterlings-Corolle nahe kommen.Bisweilen mangelt die Krone. Auf dein Kelche stehen ge-wöhnlich zehn (selten weniger) Staubfäden, meistentheils un-verwachsen und mit Staubbeuteln versehen. Aus dem ein-fachen Fruchtknoten entwickelt sich die gegliederte Hülse(LomenlumJ, seltner eine Art Steinfrucht, gewöhnlich vieleSaamen enthaltend, die glatt, öfters mit einer Pulpe bedecktsind und eine dicke innere Haut (EndopleuraJ haben; auchist bisweilen schon äusserlich an ihnen der Hagelfleck (Cha-lazaj und die Nabelbinde oder Nabelstreife (Räphe) sichtbar.Sie haben einen geraden Embryo (Hauptunterschied von denPapilionaceen) und die grofsen blattartigen Kotyledonen er-scheinen bei der Keimung über der Erde, auch ist das Blatt-federchen (_Plumula) meistens schon im Saamen sichtbar.
Arachis hypogaea L. Unterirdische Erdeichel. In die DiadelphiaDecandria gehörend. Eine in den Tropenländern einheimische, jährige,niedrige Pflanze, mit auf der Erde ausgestrecktem, röthlichem, rauhem,knotigem, ästigem, 8 — 9 Zoll langem Stengel; abgebrochen gefiederten,zweipaarigen Blättern, verkehrt oval länglichen, eingedrückten, fast glat-ten Rlättcben; lanzettförmigen, stachelspitzigen, aderigen Blattansätzen,einblüthigen Blumenstielen mit langröhrigem zweilippigem Kelche, verdreh-ter, gelber, schinetterlingsfbrmiger Corolle mit grofsem Fähnchen, pfrie-menförmigem Schiffchen und in einen Bündel verwachsenen Staubfäden.Die Fruchtknoten dringen nach dem Abblühen in die Erde und reifen allda.Die Hülse ist klappenlos, rund, höckerig, lederartig, zweisaamig. DieSaamen sind süfslirh ölig und werden gegessen ; auch erhält man durchkaltes Auspressen fast die Hälfte eines angenehmen, milden, fetten Oeles.Man sehe Magazin f. Pharm. Bd. iö. p. 78.
Andira racemosa Lamark. Brasilianischer Angelinbaum , in dieDiadelphia Decandria gehörend Ein 40 — öo Fufs hoher, in Brasilien undauf den Antillen einheimischer Baum, mit weit ausgebreiteter und stattli-cher Krone. Der Stamm hat ungefähr 3 Fufs im Durchmesser, sein flolzist hart, innen schwarzroth. Die Zweige sind mit abwechselnden, ungleich
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