Zincum oxydalo-sulfuricuin
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scheiden sind, durch ihren metallisch zusammenziehenden Geschmack,und durch die weisslichtrübe Auflösung in SchwefelwasserstofTwasseraber sogleich erkannt werden können.
Das officinelle Salz (mit 7 MG. Wasser) besteht in 100 Theilenaus '28,20 Zinkoxyd, 28,18 Säure und 43,53 Wasser, ist in 2 bis 3Th. kaltem Wasser löslich, vollkommen unlöslich in Alkohol von ge-ringerem spec. Gewicht als 0,88; 1000 Theile Alkohol von 0,905 lösen2 Theile davon auf (Anthon). Die Auflösung reagirt sauer, schmecktwiderlich und ist allen Zerlegungen unterworfen, welche den schwe-felsauren Salzen (§ 71.) und den Zinksalzen (§ 589.) im Allgemeineneigenthümlich sind.
§ 007. Erkennung und Prüfung. Man erkennt das schwefelsaure Zinkam leichtesten vor dem Löthro'.re auf der Kohle: es schmilzt Anfangs im Kry-stalhvasser, wird dann wieder fest, entwickelt schwcfelige Säure, welche am Ge-rüche erkennbar ist, wird unter starkem phosphorischen Leuchten citrongelb undnach dem Erkalten wieder weiss. Mit Kobaltsolution befeuchtet und dann erhitzt,wird es grün gefärbt. Die Reinheit des Präparats ergiebt sich:
a. aus der Uebereinstimmung der physischen Eigenschaften mit der obigenBeschreibung;
6. aus der vollständigen Auflöslichkeit in reiner Kalilauge und in einer Auf-losung von kohlensaurem Ammoniak — ein weisser flockiger Rückstand bei An-wendung des ersteren Lösungsmittels verräth Talkerde, ein gelatinöser Rückstandbei dem zweiten giebt Alaunerde zu erkennen;
c. aus der rein-weissen Fällung der wässerigen Lösung sowohl durch Schwe-felwasserstoffwasser, als auch durch Schwefelammonium — eine gelbe Trübungdurch dar erstere Reagens verräth Cadmium, eine dunkle Kupfer, eine schmutzigeFällung durch das zweite Reagens rührt von Eisengehalt her.
Unter dem Namen weisser Vitriol, Gallitzenstein, Kupfer-rauch, wird schwefelsaures Zink in den Handel gebracht, welchesmeistentheils Hüttenprodukt ist, in derben mehr oder weniger grossen,sogenanntem Lumpenzucker äusserlich ähnlichen, Massen vorkommt,und mancherlei fremde metallische und erdige Beimischungen enthält.Dieses Zinksalz ist es, welches durch seine Verbreitung im Handelund die häufige per fas et nefas vorkommende Anwendung desselbenin der Technik und als Hausmittel bei Augenkrankheiten zu Zinkver-giftungen Anlass geben kann und auch schon gegeben hat. Man er-kennt vorkommenden Falles diesen rohen Vitriol vor dem Löthrohre,wie oben § Ü01 angegeben; auf nassem Wege erkennt man die Haupt-bestandtheile desselben, Zinkoxyd und Schwefelsäure, am besten aufdie Art dass man eine kleine Probe, etwa 1 bis 2 Gran, in reinerverdünnter Aetzkalilösung auflöst, abfiltrirt und einen Theil des Fil-trats mit SchwefelwasserstofTwasser, einen andern Theil, nach Uebcr-sättigung mit Salzsäure, mit salzsaurem Baryt versetzt. In beiden Fäl-len werden weisse Niederschlage entstehen, der erstere ist Schwefelzink,der zweite schwefelsaurer Baryt.
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