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mern walzen und strecken, schmilzt bei ungefähr 412° C, verdampftbei stärkerer Hitze, entzündet sich bei 500° und verbrennt mit blen-dend-bVäulich-weisser Flamme zu Oxyd (Lana philosophica). In reinemWasser bleibt das Zink unverändert, in lufthaltigem wird es oberflächlichoxydirt, und auch in geringer Menge aufgelost, wenn das Wasser gleich-zeitig Kohlensäure und salinische Substanzen, als Kochsalz, Ammoniak-salze, Glaubersalz, Salpeter enthält. Verdünnte Schwefel- und Salz-säure lösen das Zink rasch unter Entwicklung von Wasserstoffgas,verdünnte Salpetersäure unter Entvvickelung von Stickoxydulgas (Lustgas)auf. Auch die Pflanzensäuren, selbst die schwächsten, lösen das Zinkbei gleichzeitiger Berührung mit der Luft auf, nicht minder die kau-stischen Alkalien.
Sehr viele Metalle, z. B. Blei, Zinn, Antimon, Arsen, Cadmium,Kupfer, Quecksilber, Gold, Platin werden aus ihren Auflösungen inSäuren oder aus ihren Verbindungen mit Haloiden durch Zink metal-lisch abgeschieden, während das Zink in die Auflösung übergeht.
Wegen dieser Leichtauflöslichkeit und weil das Zink sich gegenden Organismus als ein besonders giftiges Metall verhält, ist es zu Ge-schirren, worin Speisen oder Getränke bereitet oder aufbewahrt werdensollen, unanwendbar. Die Erfahrung, dass geringe Mengen von Zinkgrosse Flächen anderer Metalle, als Zinn, Kupfer, Stahl, womit es sichin Berührung befindet, gegen Oxydation und folglich auch gegen dasAuflösen schützen, hat zu dem Vorschlage Veranlassung gegeben, vondieser schützenden Eigenschaft des Zinks auch bei Kochgeschirren Ge-brauch zu machen, indem man einen Zinkstreifen daran löthet. Manerreicht hierdurch allerdings den Zweck, dass die Speisen, selbst saure,kein Kupfer aufnehmen, dafür wird aber Zink aufgelöst, und somit istnur ein Gift durch das andere verdrängt.
g. 589. Erkennung. Man erkennt das metallische Zink .leicht an demäussern Ansehen, der Sprödigkeit und dem Verhalten vor dem Liithrohre: es schmilztleicht, raucht, verbrennt in der äussern Elamme mit bläulich-weissem Lichte, undüberzieht die Kohle nahe um die Probe herum mit einem Beschläge, welcher inder Hitze hellgelb, nach dem Erkalten weiss erscheint. — Das in Handel kom-mende Zink ist nicht chemisch-rein, sondern enthält immer grössere oder gerin-gere Mengen fremder Metalle, als Cadmium, Eisen, Kupfer, zuweilen wohl auchArsen*); da jedoch das Zink im regulinischen Zustande ohne mcdicinischc
*) Auf die Verunreinigung des Zinks mit Arsen, welche übrigens, was dasschlesische Zink anlangt, zu den seltneren gehört, hat man besonders in demFalle Rücksicht zu nehmen, wo man sich des Zinks zur Entwickclung von Was-serstofTgas, Behufs der ilfafsft'schen Prüfung auf Arsenik, bedienen will. Ueber-haupt ist es bei dieser Prüfung auf Arsenik, immer gerathen, einen vorläufigenVersuch mit der Säure und dem Zinke, welche man anwenden will, anzustellen,indem man das durch Aufeinanderwirkung beider sich entwickelnde Wasserstoffgasdurch die an einem Punkte bis zum Glühen erhitzte Glasröhre strömen lä'sst.Bleibt die Röhre unbefleckt, so sind beide Reagentien rein. — Vom Arsen befreitman das Zink am besten auf die Weise, dass man es granulirt, mit J Sa/petermengt und das Gemenge allmälig und behutsam in einen glühenden hessischenTiegel einträgt. Das Arsen verbrennt zu arsensaurem Kali und gleichzeitig auchein°Theil des Zinks, während der übrige Theil arsenikfrei unter der alkalischenSehlacke zusammenfliesst und ausgegossen werden kann. Am besten giesst manihn in Stangen, dem Höllenstein ähnlich.