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1 (1847) Grundriss der pharmaceutischen Chemie und Lehre von der Gewinnungsweise, den Eigenschaften, der Erkennung und Prüfung der pharmaceutisch-chemischen Präparate
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Zincum.

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und endlich mit Vorsieht fein zerrieben. — Das also gewonnene Ve-ratrin ist ein weisses, in der Wärme zu einer harzähnlichen Massezusammentliessendes Pulver, schmeckt scharf, brennend, aber nichtbitter, ohne Geruch, aber sein Staub erregt in der Nase heftiges Niesenwelches leicht gefährlich werden kann; auch bewirkt es innerlich be-nommen in sehr kleiner Gabe schreckliches Erbrechen. Es ist in'kaltem Wasser unlöslich, von kochendem bedarf es gegen 1000 Th.zur Auflösung; leichter auflöslich ist es in Weingeist, etwas wenigerin Aether. Von concentrirter Salpetersäure wird es roth, dann gelbvon Schwefelsäure erst gelb, dann blutroth, zuletzt schön violett gefärbt.Verdünnte Säuren werden durch Veratrin vollständig neutralisirt undes erzeugt damit zum Theile krystallisirbare Salze, welche noch giftigerwirken, als das säurefreie Veratrin. — Man hat in letzterer Zeit ange-fangen, das Veratrin als Arzneimittel anzuwenden, doch kommt es imHandel sehr häufig mit fremden Substanzen verfälscht oder verunreinigtvor, und es ist daher unerlässlich, es vor der Anwendung einer prü-fenden Untersuchung zu unterwerfen.

§ 587. Erkennung und Prüfung. Man erkennt das Veratrin an den ebenbeschriebenen Erscheinungen, welche es mit concentrirter Salpetersäure undSchwefelsäure darbietet. — Die Reinheit bedingt:

«. eine vollständige Verbrennung beim Erhitzen und Glühen auf Platinblechüber der Weingeistlampe:

h. eine unmerkliche Verminderung des Gewichtes, wenn genau 10 Grane da-von auf einem gewogenen Eilter mit ungefähr dem Hundertfachen "Wasser über-gössen werden, das Filter dann nebst Inhalt nach dem Abflüsse des Wassers ee-liocknet und von Neuem gewogen wird;

c eine vollständige Aufloslichkeit in 50 bis 00 Theilen Weingeist und Nicht-gefälltwerdcn dieser Auflösung durch Platinsolutiou.

Z I N C ü M.

Zn = 403,23.Synonyme. Starinum indicum. Zinc. Spiauler, Zink.

§ 388. Vorkommen, Geivinnung und Eigenschaften. DasZink gehört zur Abtheilung der basischen, leicht oxydablen Schwer-metalle; es wird im Mineralreiche nicht gediegen, sondern immer nurvererzt, entweder durch Sauerstoff oder durch Schwefel (Blende), vor-gefunden. Das oxydirte Zinkerz ist Zinkoxyd, entweder mit Kohlen-säure allein (Zinks path), oder mit Kohlensäure und Wasser (Zink-blüthe) oder mit Kieselsäure (Kieselzinkerz, Zinkglaserz)verbunden und wird auch mit dem gemeinsamen Namen Galmei(Lapis calaminaris) bezeichnet. — Behufs der Gewinnung des Zinkswerden diese Erze, welche fast immer mit einander gemengt vorkommen,geröstet, um den Schwefel, das Wasser und die Kohlensäure auszu-treiben und dann mit Kohlenpulver gemengt der Destillation aus thö-nernen Gelassen unterworfen.

Das Zinkmetall besitzt eine bläulich-weisse Farbe, blätterigen Bruch,starken Glanz, läuft an der Luft weisslich an, ist im Mittel siebenmalschwerer als Wasser, spröde, lässt sich aber innerhalb 100—130° häm-

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