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nik-, Antimon-, Zinn- und Goldaullösungen erzeugten Niederschlagsind in einem Uebermaasse des Fällungsmittels wieder aullöslicii.
2. Kali sulfiiraium pro balneo. Diese Schwefelieber wird unterAnwendung von aus Pottasche bereitetem kohlensauren Kali und ge-wöhnlichem Stangenschwefel bereitet, und enthält daher alle Verun-reinigungen dieser beiden Stoffe, unter denen besonders das in allemrohen Schwefel enthaltene Arsen zu berücksichtigen ist, welches diesesPräparat von jeder innern Anwendung ausschliesst. im Uebrigen kommtes mit dem Vorhergehenden überein, nur das beim Auflösen im Was-ser immer ein geringer Rückstand zurückbleibt, und die Auflosung, sowie das Pulver selbst, einen Stich ins Grünliche hat, was vom Eisen-gehalt des rohen Schwefels herrührt. — Zuweilen wird auch eine mit-telst kohlensauren Natrons bereitete Schwefelleber (Natrium suifuratumHepar Sulfuris natrinum) verordnet, obwohl in therapeutischer Beziehungkaum ein Unterschied zwischen dieser und der Kalischwefelleber statt-finden dürfte. Die Badische Pharmacopöe lässt dieselbe aus 27 Tb.trocknein kohlensauren Natron und 20 Th. Schwefelblumen bereiten4 Th. davon entsprechen -3 Th. von der gewöhnlichen Schwefellebcr!
§ 432. Erl.-eiuiuvrj vml Prüfung. Mari erkennt die Schwefelleber leichtam äussern Ansehen, und besonders En dem beim Uebergiessen mit einer Säuresich entwickelnden Gerüche. — Die gute Beschaffenheit des zur innern Anwen-dung bestimmten Präparats ergiebt sich:
n. aus der rein gelben Farbe;
l>. aus der vollständigen Auflöslichkeit in Wasser;
c. aus der reichlichen Entwickelung von Sehwefelwasserstoflgas beim Zusätzevon verdünnter reiner Salzsäure zur Auflösung unter Abscheidung eines blasgelb-lich-weissen Niederschlages — ein mehr oder -weniger schmutziggelher oder rölh-üch-gelber Niederschlag verräth die Anwendung von ungereinigtem reben Schwefel.
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KREOSOTÜ M.
Synonyme. Creosotum s. Oeosota. Creosole. Kreosot.
§ 433. Vorkommen und Eigenschaften. Das Kreosot ist einProdukt der trocknen Destillation organischer Körper, und das eigent-liche mumificirende, die Fäulniss des Fleisches hindernde Prinzip desRauches und des Holzessigs, daher der Name von xgeng, Fleisch, undmiCuv erhalten. Man gewinnt es besonders aus Holztheer, worin esbis zu 20 Pioc. enthalten ist. In pharmaceutischen Laboratorien wirdes nicht bereitet, sondern nur in chemischen Fabriken, oder solchenchemischen Werkstätten, welche sich mit der Darstellung empyreuma-tischer Produkte beschäftigen. Seine Bestandteile sind in 100 Th.7,1,56 Kohlenstoff, 7,78 Wasserstoff und 10,66 Sauerstoff. Es ist einefarblos, durchsichtige Flüssigkeit, wenig schwerer als Wasser, besitzteinen eigentümlichen, unangenehmen, durchdringenden Geruch, höchstbrennenden, ätzenden Geschmack, wirkt im unverdünnten Zustandegiftig, greift die Augen schmerzhaft an, kocht bei 203°, erstarrt nochnicht bei — 27°, macht auf Papier verschwindende Fettflecke, löst sichin 80 Th. Wasser auf und ist in jedem Verhältnisse mit Weingeist,Aether, ätherischen und fetten Oelen. Essigsäure, Ammoniak mischbar,
Duflo» Apotliekerbucli. I. 26