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Hydrargyrurn liromatum.
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und sich beim Reiben mit einem Glasstabe zu, dem bewaffnetem Augesichtbare, Metallkügelchen vereinigen.
d. Auch auf trockenem Wege können die Quecksilberverbindungenim Allgemeinen, wenn sie in Substanz vorliegen, leicht erkannt werden.Man mengt die Probe mit trockener Soda, schüttet das Gemeng in einean einem Ende zugeschmolzene Glasröhre, bedeckt es eine Linie hochmit trockener Soda und erhitzt die Stelle von oben herab über derWeingeistlampe bis zum G^ih«n — das Quecksilber, wenn es vorhanden,sublimirt im kälteren Theile der Röhre als ein grauer Anflug, in wel-chem sehr leicht bei Berührung mit einem Glasstabe sichtbare Queck-siiberkügelchen sich bilden.
HYDRARGYRUM BROMATUM.
Das Brom geht wie die übrigen Haloide mit dem Quecksilber zweiVerbindungen ein, welche in neuer Zeit als Arzneimittel in Anwendunggenommen worden sind, und zuweilen sehr unrichtig als Hydrargyrurnbromicum und hydrobromicum bezeichnet werden, nämlich:
f
M
1. Hydrargyrurn bromatum mite s. insolubile.
HgBr = 1754,97.
Synonyme. Brometum hydrargy rosum, fälschlich Hydrargyrurn oxy-
dulatuin hydrobromicum. Pruiobromnre ie Hercine. Quecksilberbromür,
fälschlich bromwasserstoffsaures Qnecksilberoxydul.
§ 322. Bereitung und Eigenschaften. Diese dem Queck-silberoxydul und dem Quecksilberchlorür (Calomel) entsprechende Ver-bindung wird gewonnen, indem man salpetersaure Quecksilberoxydul-flüssigkeit so lange in eine Aullösung von Bromkalium in der lOfachenWassermenge einträgt, als noch dadurch eine Trübung verursacht wird,wobei es jedoch besser ist, das Bromkalium etwas vorwalten zu lassen,als umgekehrt, weil sonst in solchem Falle leicht eine Verunreinigungdes Präparats mit basisch-salpetersaurem Quecksilbersalz eintretenkönnte. Indem man etwa ^ von der ßromkaliumlösung bei Seitestellt, und dieses nach der vollständigen Ausfällung dem Gemisch zu-setzt, ist es leicht, diese Bedingung zu erfüllen. Der Niederschlag wirdin einem Filter gesammelt, mit destillirtem Wasser gut ausgesüsst undgetrocknet.
Das Quecksilberbromür ist ein weisses, schweres Pulver, mit einemStich ins Gelbliche, in Wasser, Weingeist und Säuren unlöslich, inder Hitze ohne Zerlegung sublimirbar, enthält in 100 Theilen 72,13Quecksilber und 27,87 Brom und wird an seinem Verhalten beim Er-hitzen mit Soda in einer an einem Ende verschlossenen Glasröhreerkannt. — Das erhitzte Gemeng giebt ein graues Sublimat von me-tallischem Quecksilber; der untere Tb eil der Röhre wird abgeschnitten,sammt dem Glührückstand zerrieben, und das Pulver in einem Probir-cylinder von weissem Glase mit Chlorwasser übergössen: die Flüssig-keit färbt sich gelbroth oder gelb.