'25 (4
Ferrum hrornatum.
■
"äi
.
eisen am besten, da es diu wenigsten fremden liestandüieile enthält,nämlich etwa \ Proc. Kohlenstolf und Spuren von Kiesel und Phosphor.Durch Feilen und Stossen in einem eisernen Mörser und Beuteln wirdes zum feinsten Pulver gebracht und vor dem Zutritte der feuchtenLuft geschützt aufbewahrt. - Es ist ein feines eisenschwarzes, me-tallisch-glänzendes Pulver, welches von Säuren und sauren Salzen un-ter Entwicklung -von Wasserstoffgas leicht aufgelöst wird.
Man erkennt das Eisenpulver leicht an der Schwere und dem übri-gen äusseren Ansehen.
Die Tauglichkeit desselben zum arzneilichen Gebrauche wird bedingt:
</. durch eine der obigen Beschreibung enstspreehende äussere Beschaffenheit:
b. durch fast vollständige Auflosliehkeit in Salzsäure;
e durch Indifferenz der salzsauren Lösung gegen Schwefelwasserstoff undeine blanke Messerklinge — eine dunkle Trübung durch ersteres Reagens undi'in rother Ueberzug der letzteren würde einen Kupfergehalt verrathen;
iL durch Ungetrübtbleiben der Flüssigkeit, welche man durch Aufkochen derSalzsäuren Lösung mit einem Zusatz von Salpetersäure, nachherige Fällung miteinent Ueberschuss von Actzkalihuge und Filtriren erhält, beim Einleiten vonSchwefelwasserstoffgas — eine weisse Trübung würde Zink zu erkennen geben,und verräth, bei gleichzeitiger Gegenwart von Kupfer, eine Verunreinigung desFiscnpulvers mit Messingtheilehen.
FERRUM BROMATUM.
Das Eisen liefert mit Brom zwei Haloidsalze, nämlich;
§ 282. Eisenbromür oder Bromeisen im Minimo des Bromge-halts — FeBr 2 (Ferrum bromatum viride, s. Brometum ferrosum,fälschlich auch Ferrum oxydulatum hydrobromicum oder Hydrobromasferrosus genannt). Es wird erhalten, indem man in einem Kölbcheneine beliebige Menge Brom mit der lOfachen Menge Wasser vermengtund dazu unter stesem Umschütteln feine Eisenfeile in kleine Portionenzufügt, bis die Flüssigkeit farblos erscheint, worauf man filtrirt, dasungelöste Eisen gut aussüst und die Filtrate zur Trockne eindampft.74,25 Brom nehmen 25,75 Eisen auf; die Auflösung ist sehwach grün-lich gefärbt, lässt sich mit Weingeist vermischen und zeigt beim Ver-dunsten unter Luftzutritt ein ähnliches Verhalten wie die Auflösungdes Eisenchlorürs.
Man stellt einen Liquor Ferri bromati, welcher Behufs der arznei-lichen Anwendung dem trocknen Präparat vorzuziehen ist, folgender-maassen dar: man digerirt eine Mischung aus 3 Theilen Brom und25 Th. Wasser mit 2 Th. Eisenfeile, bis die Flüssigkeit farblos gewor-den ist, filtrirt dann von dem überschüssigen Eisen in ein tarirtes Glasab, und süsst den Rückstand im Filter mit soviel Wasser aus, alsnothwendig ist, damit das Gewicht des ganzen Filtrats 32 Th. betrage;die schwach grünlich gefärbte Flüssigkeit enthält \ Eisenbromür gelöst.
Man erkennt das Eisenbromür als solches, indem man es in Wasser löst,die Lösung durch tropfenweisen Zusatz, von reiner Actzkaliflüssigkcit zersetzt, dieFlüssigkeit hierauf vom ausgeschiedenen Eisenoxydhydrat abfiltrirt, eindampft, dasroekene Salz mit Weingeist aufnimmt, die Lösung abermals eindampft und denUücksland nnn wie in § 370 angegeben, prüft.