Aggregationszusta'nde der Körper.
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§3.
b. Bezüglich des Die Körper werden ferner unterschieden be-
Aggregatzustandes. züglieh des Aggregatzustandes in luftförmige,tropfbarflüssige und feste, Die Art des Aggregatzustandes istjedoch für einen und denselben Körper nicht konstant, sondern, wieaus dem Nachstehenden hervorgeht, wechselnd je nach dem Drucke,welchem der Körper ausgesetzt ist, und je nach der Menge der indem Körper aufgehäuften Wärme,
tt . Luftförmige Die luftförmigen (elastischflüssigen)
Körper. Körper erfüllen jeden gegebenen Raum nach allenSeiten, mag das Gewicht des Körpers noch so klein, und die Grössedes Raumes noch so gross sein. Sie werden auch im AllgemeinenLuft, Gas, Dampf genannt. Die beiden ersteren Ausdrücke sindgleichbedeutend; mit" dem Ausdrucke Dampf bezeichnet man abergewöhnlich nur solche elastische Flüssigkeiten, deren Dichtigkeit, beiunveränderter Temperatur, durch Vermehrung des Druckes keineZunahme erleidet, insofern dadurch eine entsprechende Menge vondem Dampfe flüssig wird, während bei den Gasen im engern Sinnedie Dichtigkeit in geradem Verhältnisse mit dem Drucke zunimmt,wenigstens innerhalb gewisser Gränzen.
Durch starken Druck und Erkältung (Wärmeentziehung) könnendie Dämpfe ohne Ausnahme in tropfbare Flüssigkeiten verwandeltwerden; dasselbe ist auch mit einigen Gasen der Fall, andere dage-gen behalten ihre elastischflüssige Form unter jedem Drucke undbei jeder Temperatur bei. Man nennt diese letzteren auch perma-nente, die ersteren unbeständige oder coercibele Gase. Per-manente Gase sind z. B. die wesentlichen Bestandtheile der atmo-sphärischen Luft, Stickgas und Sauerstoffgas; coercibele Gase sindKohlensäuregas, Chlorgas,
§ 5.
ß. Tropßarßüssige Die tropfbarflüssigen Körper erfüllen
Körper. den Raum nur nach den Seiten hin, wo sie einen
Druck ausüben. Sie zeigen ein Bestreben, den elastischflüssigenZustand anzunehmen, oder mit anderen Worten, sich in Dampf zuverwandeln. Die Wirkung dieses Bestrebens wird Tension oderSpannkraft genannt und kann gemessen werden durch die Höhe derQuecksilbersäule, welcher dieser Dampf das Gleichgewicht hält. Soist der Druck des Wasserdampfes bei -f- 25° C. = dem Druckeeiner Quecksilbersäule von 10,2 Linien,
Durch Erhöhung der Temperatur wird das Bestreben der tropf-barflüssigen Körper, Gasform anzunehmen, gesteigert, bis endlichbei einem gewissen Temperaturgrade die Tension des sich aus ihmentwickelnden Dampfes den entgegenwirkenden atmosphärischen Drucküberwindet, und der flüssige Körper sich vollständig in Dampf yer-
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