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1 (1847) Grundriss der pharmaceutischen Chemie und Lehre von der Gewinnungsweise, den Eigenschaften, der Erkennung und Prüfung der pharmaceutisch-chemischen Präparate
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Chemische Grundbegriffe,

§• i-

Bedeutung der Chemie im Allgemeinen und der pharmaceu-tischen Chemie ins Besondere.

Uie Chemie ist ein Theil der allgemeinen Naturwissenschaft;sie hat zur Aufgabe, die verschiedene materielle Wesenheit derirdischen Körper zu erforschen, die verschiedenen Veränderungenauszumitteln, welche diese materielle Wesenheit erleidet, wenn dieseKörper mit einander in unmittelbare Berührung gebracht werden,endlich die Gesetze zu ergründen, nach welchen diese Veränderungenvor sich gehen,

Pharmaceutische oder pharmakologische Chemie wirdsie genannt, wenn zum Gegenstande solcher Forschungen vorzugs-weise solche Körper erwählt werden, die mittelbar oder unmittelbardem Heilmittelapparat angehören.

Die irdischen Körper und deren Unterscheidung,

§. 2.

ii. Bezüglich des Die irdischen Körper werden zunächst

Organhütseinsund unterschieden in organisirte oder belebte undNichtorganisinseins. m n i c h torganisirt e oder leblose.

Die organisirten Körper stellen sich dar als einen Complexvon in Form und Structur unähnlichen Theilen, die zur Ausübung gewis-ser Verrichtungen bestimmt sind, welche die Erhaltung des Ganzen zumZwecke haben. Diese Theile werden Organe (Werkzeuge) genannt; diedamit versehenen Körper heissen daher organisirte. Es gehören dahin diePflanzen und Thiere. Sie haben eine selbstständige innere Bewegung,wachsen von innen heraus, erzeugen ihres Gleichen und vergehen.

Die nichtorganisirten Körper sind ohne Organe, zeigenkeine wahrnehmbare dauernde selbstständige innere Bewegung, wachsendurch Ansatz von aussen, erzeugen weder ihres Gleichen noch ver-gehen sie im eigentlichen Sinne des Wortes. Es gehören dahin dieMineralien, aber nicht minder auch die stoffigen Bestandteile derorganisirten Körper,