Druckschrift 
1 (1812)
Entstehung
Seite
669
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

1

WWWV^^^<M

669

noch Vieh Schaden dadurch nehmen kann. ZvveyPfund ätzendes falzfaures Queckfilberoxvd und zweyPfund Ammonium liefern o.\ Pfund uniers. Nieder-

fchlags.

§. 355.

Aetiologie oder Erklärung des Vorgangs bey der Bereitimg■ des atnmoniumhalügen falzfauren Queckfilberoxyds.

Wenn ätzendes falzfaures Oueckfilberoxyd undfalzfaures Ammonium mit Waffer aufgelöft werden,fo treten beide Salze zu einer Tripelverbindung zu-fammen, die fich auch durchs JIryftallifiren aus-fcheiden läfst und fonft Alem broth falz (Salalembroth') , jetzt auch wohl auf löslich es am-moniumhaltiges falzfaures Queckfilber-oxvd (fJy drargyrum ammoniato - müriatieum folu-bile) genannt wird. VYird diefer Auflöfuno- ailmäli-lig kchlenftofffäuerliches Natron hinzugefügt, foentzieht diefes der Tripelverbindung einen AntheilSalzfäure, diefelbe fällt nun unauflöslich dadurchgeworden zu Boden und die Salzfäure bildet mit demNatron falzfaures Natron, und die Kohlenftofffäure,welche mit dem Natron verbunden war, entweichtzum Theil gasförmig, zum Theil bleibt fie in derFlüffiffkeit aufgelöft. Die durch den Verluft vonetwas Salzfäure unauflöslich gewordene clreyfacheVerbindung wird auch ihrer jetzigen Eigenfchaftweo-en unauflösliches a mmon iu m halti ge sfalzfaures Quec kfil b eroxy d {Hydrargyrumammoniato - muriaticum infolubile) genannt. Wennder Mifchung nach der Fällung der dreyfachen Ver-

■