Druckschrift 
1 (1812)
Entstehung
Seite
604
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G04 I ___________________________

und falzfaureni Eifenoxyrle herrührt, abgefchiedenwird, die filtrirte Flüffigkeit zu prüfen, ob fie nocheinen lockern gallertartigen Niederfchlag mit Ammo-nium gebe, und mit Galläpfeltinctur fcbwarz oderviolett gefärbt werde, welches erftere auf einen Hin-terhalt von Alaunerde und letzteres auf einen An-theil von Eifenoxyde bey unterm Salze deuten wird,in welchem Falle die Auflösung mit dem Saften Thei-le des darin aufgelösten falzfauren Kalks gepulvertenreinen Aetzkalk eine Zeit lang in Digeftion gefetztwerden mufs , fo lange bis etwas der hellen fütrirtenFlüffigkeit weder durch Aetzammonium getrübt,poch durch Galläpfeltinctur gefärbt wird, woraufdie Flüffigkeit abermahls abfiltrirt wird, wodurchfie auch von dem Hinterhalte von Aetzkalk, dendie Salzmaffe noch enthielt, und der während desVerdunftens kohJenftofffauer wurde, befreyet wird.Die heile Flüffigkeit verdampfe man in einem zin-nernen Ketfel, bis zur Syrupsconüftenz, und end-lich bis zur Trockne in einem Porcellanmörfer^oder ki einem andern wohlglafurirten irdenen Ge.fchirre , bis zur ftaubigten Trockne; gebe dastrockne Salzpulver fchnell in ein fauberes, wohl zuverfchliefsendes Glas, und hebe es wohl gegen denZutritt feuchter Luft verwahrt, mit trocknesr e i n f t e s f a 1 Z f a u r e s Kalk (Calcareum muria-ticum puriffvnum exficcatum) bezeichnet auf. Solltefich während des letztem Verdunftens, noch etwas Pul-veriges ausgefchieden haben, fo mufs die Flüffigkeitdavon erft vor dem gänzlichen Eindicken befreyetwerden.