01O
fetzt werde, und dafs die fich beym Verdunften deraus den Knochen gefchiedenen Phosphorfäure aus-fcheidenden glanzenden Schuppen, nicht, wie mani'onft glaubte, Gyps, fondern dies faure phosphorfäureKalk wäre, welches durch Aetzammonium und an-dere reine Alkalien als neutrales phosphorfauresKalk ausgefchieden werde. r \ heils durch diefe,theils durch andere Erfahrungen geleitet, gaben fiedem. W i e gleb fchen Verfahren, die Phosphorfäureaus den Knochen zufcheiden, und die Säure durchkohlenftofffaures Ammonium zu reinigen, eine grö-fsere Beftimmtheit.
M. f. hierüber das Journal de la focicte des Pharmaeiens deParis. An. V. Tom. I. pag. 64.. und die Ueberfetzungdavon in Trommsdorfl's Journal der Pharmacie.Band 6. St. 2. S. 322 u. f.
Sehr vertchieden waren die Meinungen derChemiker über das beym Ausfeheiden der Phosphor-fäure aus den Knochen zu wählende Verhältnifs derSchwefeKäurezu den Knochen : fo fchrieb Ni c o 1 a u sauf 2Theile gebrannte Knochen 1 Theil Vitriolöl vor.
M. f. Rozier's obfervat. T.XII. 177g. Vol. II. p. 149'ir. £
Fourcroy und Vauquelin gaben auf 5Theile Knochen 2 Theile Vitriolöl als zur Abfchei«düng der Säure nöthig an.
2VI. f. a. oben angeführten Ort.
Richter glaubte, in Folge feiner Verhiebeund Berechnungen, zur Abfcheidung der Phosphor-fäure aus 5 Theilen gebrannten Knochen 3 — 4Theile concentrirte Scbwefelfäure näthig zu haben.