Druckschrift 
1 (1812)
Entstehung
Seite
257
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

lichftes darin beftand, ein Gemenge aus 1 Theilefalzfauren Ammoniums und 2 Theilen fein gepulver-tem Aetzkalk ohne Zufatz von Flüffigkeit in einerRetorte zu erhitzen, und das dadurch fich gasförmigentwickelnde Ammonium vermittelft einer in dieOeffnung der Retorte gekütteten Glasröhre in eine,in einer andern tubulirten Retorte befindliche undbeftinmte Menge Waffer durch den Tubulus zu lei-ten, dadurch zu flüffigem Aetzammonium zu ver-dichten , und das Zurücktreten der Flüffigkeit durcheine Sicherheitsröhre zu verhindern. Da aber die-fes Verfahren theils felbft zu wenig vortheilhaft, undder dazu nöthige Apparat zu zufammengefetzt war,als dafs fich deffelben ein jeder Apotheker hätte be-dienen können, fo fand diefe Methode bald daraufkeinen ßeyfail mehr- oMchon fw gleich anfangsvon einigen Chemikern mit Beyfall aufgenommenwurde.

M. f. hierüber deffen Almanach für Apotheker 1793. S. 132.und deffen praktifche Vortheüe und Verbefferungenpharmaceutifch-chemifcher Operationen, 2te Samm-lung S. 33 u. f.

Auch van Ions erklärt?- 1794 das VerfahrenGöttling's für unpraktifch s und hielt dafür, dafsfich auf dem angegebenen Wöge nur wenig Amma^niumgas mit dem Waffer in Verbindung bringen laf-fe und fchlug unter andern wieder, wie früherMeyer und aridere nach ihm vorgefchlagen hatten,Aetzkali zur Zerlegung des falzfauren Ammoniumsvor in der Abficht dadurch das Herausfchaffen desPvttckftarules in den Deftillirgefäfsea zu erleichtern.

R