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so wird die salpctrichtc Säure in Salpetersäure verwan-delt; der Ueberschufs des Superoxyds wird durch Ko-chen unter Sauerstoffgasentwickelung zersetzt, und bildetdann Baryterdehydrat. Mau bestimmt darauf die Mengeder salpetersauren Baryterde auf die Weise, wie es oben,S. 515., gezeigt wurde.
Statt des Baryumsuperoxyds könnte man auch ro-thes oder braunes Bleisuperoxyd anwenden, um die sal-petrichte Säure in Salpetersäure zu verwandeln. Da in-dessen die Salpetersäure mit dem Bleioxyd unlöslichebasische Salze bildet, so kann das salpetersaure Blei-oxyd nicht gut vom überschüssigen Bleisuperoxyd getrenntwerden.
Wie die festen salpetersauren Verbindungen könnenauch die salpetrichtsauren vermittelst Kupferoxyd unter-sucht werden.
Alle Oxydationsstufen des Stickstoffs können voll-ständig zersetzt werden, wenn man die Dämpfe derselbenüber rothglühendes Kupfer oder Eisen leitet. Diese Me-thode wandte zuerst D u 1 o n g ( Annales de Chimie et dePhysic/ue, T. IL pag. 319.) bei der Untersuchung derwasserfreien salpetrichten Säure an. Er bediente sich ei-ner Porcellanröhre, worin er eine gewogene Menge vongut gereinigtem Kupfer- oder Eisendraht in einem grofsenUeberschufs legte. Beide Enden der Porcellanröhre wa-ren mit Korken versehen, durch welche eine Glasröhreging. Die eine dieser Glasröhren diente dazu, das Gashinzuzuleiten, und die andere dazu, das Gas nach der Zer-setzung abzuleiten, um das Volum desselben zu messen.Das abgeleitete Gas wurde noch durch eine Glasröhre ge-leitet, die mit Chlorcalcium angefüllt war, um es bei derBestimmung des Volums stets frei von aller Feuchtigkeitzu haben. Den Theil der Porcellanröhre, in welchem derMetalldraht lag, erhitzte man nun bis zum Rothglühen, undleitete darauf das Gas dadurch. Es bildete sich dannEisen- oder Kupferoxyd und Sticksloffgas; man bestimmte