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Bestimmung der Chromsäure. — Ist in einerFlüssigkeit das Chrom als Chromsäure enthalten, so kannman, wenn die Auflösung neutral ist, eine Auflösung vonsalpetersaurer Baryterde, oder wenn sie etwas sauer ist,von salpefersaurem Bleioxyd hinzusetzen, wodurch chrom-saure Baryterde, oder chromsaures Bleioxyd, von denenletzteres in sehr verdünnten sauren Auflösungen unauf-löslich ist, gefällt wird. Aus dem Gewichte der geglüh-ten Niederschläge kann dann die Menge der Chromsäureberechnet werden. Auch kann die Fällung der Chrom-säure besser noch durch eine Auflösung von salpetersau-rem Quecksilberoxydul geschehen, nachdem vorher dieAuflösung neutralisirt worden ist. Das erhaltene chrom-saure Quecksilberoxydul wird in einem Platintiegel ge-glüht, wodurch grünes Chromoxyd zurückbleibt, aus des-sen Menge man die der Chromsäure berechnet.
Man erhält indessen ein genaueres Resultat, wennman schon in der Auflösung die Chromsäure in Chrom-oxyd verwandelt, und aus dem Gewichte desselben dieMenge der Chromsäure berechnet. Die Reduction derChromsäure zu Chromoxyd geschieht am besten durchChlorwasserstoffsäure. Die chromsaure Flüssigkeit wird,wenn sie verdünnt ist, etwas concentrirt und mit einemUeberschufs von Chlorvvasserstoffsäure versetzt; beimKochen verwandelt sie sich dann in Chromoxyd, dasin der chlorwasserstoffsauren Flüssigkeit aufgelöst bleibt.Chlor wird hierbei frei und entweicht. Die Reductionwird beschleunigt, wenn man Alkohol hinzusetzt; in die-sem Falle entwickelt sich Chloräther. Man verdampftden hinzugesetzten Alkohol bei gelinder Hitze, und fälltdann das Chromoxyd durch Ammoniak.
Man kann auch durch eine chromsaure FlüssigkeitSchwefelwasserstoffgas streichen lassen, um dadurch dieChromsäure in Chromoxyd zu verwandeln; dies bleibtaufgelöst, wenn zu der Flüssigkeit eine freie Säure hin-zugesetzt worden ist. Es scheidet sich hierbei Schwefel