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Thonerde in Säuren und in einer Auflösung von Kalisich gegen Reagentien fast eben so verhalten, wie eineAuflösung von reiner Thonerde, so können jene Salzeleicht mit reiner Thonerde verwechselt werden. Manrnufs sie daher, um sie von letzterer zu unterscheiden,auf die Säuren prüfen, die mit der Thonerde verbundensein können. Dies geschieht auf eine Weise, wie es wei-ter unten bei diesen wird gezeigt werden.
Durch das Löthrohr kann die Thonerde im rei-nen Zustande, und auch in den meisten ihrer Verbindun-gen, vorzüglich wenn diese nicht leicht schmelzbar sind,sehr gut erkannt werden. Wird nämlich eine kleineProbe davon durch die Flamme des Löthrohrs auf Kohlegeglüht, und dann mit einer Auflösung von salpetersau-rem Kobaltoxyd befeuchtet, so erhält sie, wenn man sievon Neuem stark erhitzt, eine schöne blaue Farbe, wasbei Körpern, die keine Thonerde enthalten, nicht derFall ist. Die schöne blaue Farbe erscheint nur beimTageslicht rein blau, beim Kerzenlicht ist sie schmutzig-violett. (Berzelius: Ueber die Anwendung des Löth-rohrs, S. 74.)
Die Thonerdesalze unterscheiden sich in ihren Auf-lösungen von den alkalischen Salzen dadurch, dafs inihnen durch Ammoniak ein Niederschlag entsteht; vonden Auflösungen der Baryterde, Strontianerde und Kalk-erde dadurch, dafs in diesen durch Ammoniak kein Nie-derschlag entsteht, wohl aber durch Schwefelsäure, wennwenigstens die Kalkerdeauflösung nicht zu sehr verdünntist. Von den Auflösungen der Talkerde unterscheidensich die der Thonerde durch das Verhalten gegen Auf-lösungen von Kali und Chlorwasserstoff-Ammoniak.
In einer Auflösung von Thonerde, die viel organi-sche Substanzen enthält, und zwar solche, die beim Er-