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Setzt man zu einer Auflösung von Thonerde Kaliim reinen oder kohlensauren Zustande, und dann so vielSchwefelsäure, dafs diese etwas vorwaltet, so bildensich nach einiger Zeit Krjstalle von Alaun, wenn dieAuflösung der Thonerde nicht zu sehr verdünnt war. Istdies der Fall, so mufs sie vorher durch Abdampfen con-centrirt werden, wenn sich in derselben durch Zusatz vonKali und Schwefelsäure Alaunk^stalle bilden sollen. —Auch Ammoniak bringt unter gleichen Umständen, wieKali, Alaunkrystalle in Thonerdeauflösungen hervor.
Auflösungen von Kaliumeisencyanür und Ka-liumeisencyanid bilden in Thonerdeauflösungen kei-nen Niederschlag.
Schwefelwasserstoff-Ammoniak bringt in neu-tralen Thonerdeauflösungen einen Niederschlag von Thon-erdehydrat hervor, während Schwefelwasserstoffgas freiwird und, bei sehr concentrirten Auflösungen, unter Brau-sen entweicht. Da dieser Niederschlag aus reinem Thon-erdehydrat besteht, so ist er in einer Auflösung von Kaliauflöslich.
Schwefelwasserstoffwasser, oder ein Stromvon Schwefelwasserstoffgas, bewirkt in neutralenThonerdeauflösungen keine Fällung; auch in Auflösungenvon Thonerde in Kali wird durch Schwefelwasserstoffgaskein Niederschlag gebildet.
Die neutralen auflöslichen Salze der Thonerde rö-then blaues Lackmuspapier. Die in Wasser auflöslichenThonerdesalze werden durch Glühen zersetzt.
Die Thonerde bildet mit sehr vielen Säuren Salze,die im neutralen Zustande in Wasser unlöslich sind, wiez. B, mit der Phosphorsäure, Arseniksäure u. s. w. Imungeglühten Zustande werden diese durch freie Chlor-wasserstoffsäure oder Schwefelsäure, so wie auch durcheine Auflösung von Kali, sehr leicht aufgelöst. Da dieAuflösungen der phosphorsauren, arseniksauren u. s. w.