25
die Baryterde nur mit der Strontianerde, und allenfallsauch mit der Kalkerde verwechselt werden. — Um inder schwefelsauren Baryterde die Gegenwart der Baryt-erde zu entdecken, übergiefst man etwas davon im ge-pulverten Zustande mit Wasser, und erhitzt dies bis zumKochen, um sich zu überzeugen, dafs es vollkommen un-auflöslich darin ist; dann kocht man es mit einer Auflö-sung von kohlensaurem Kali oder Natron, und filtrirtdarauf. Was beim Kochen ungelöst zurückgeblieben, über-giefst man nun mit Chlorwasserstoffsäure, filtrirt die Auf-lösung, und versetzt sie mit verdünnter Schwefelsäure, wo-durch ein Niederschlag von schwefelsaurer Baryterde ent-stehen wird. Wie die schwefelsaure Baryterde sich vonder schwefelsauren Strontianerde unterscheidet, die sichbeim Kochen mit einer Auflösung von kohlensaurem Al-kali wie die schwefelsaure Baryterde verhält, wird wei-ter unten, S. 29., gezeigt werden.
Durch das Löthrohr kann man die Baryterde unddie Salze derselben nicht mit Sicherheit von andern Sub-stanzen unterscheiden. Die schwefelsaure Baryterde un-terscheidet sich durch das Löthrohr von andern unlösli-chen weifsen Niederschlägen dadurch, dafs sie, mit Flufs-spath gemengt, auf Kohle leicht zu einem klaren Glaseschmilzt, welches bei der Abkühlung emailweifs wird. Sietheilt indessen diese Eigenschaft mit der schwefelsaurenStrontianerde und schwefelsauren Kalkerde.
Die Auflösungen der Baryterdesalze unterscheidensich von denen der alkalischen Salze vorzüglich dadurch,dafs in ihnen durch Auflösungen von kohlensaurem Kali,so wie auch durch verdünnte Schwefelsäure, weifse Nie-derschläge hervorgebracht werden.
Wenn Baryterdesalze mit vielen organischen Sub-stanzen in Auflösungen enthalten sind, so erhält manselbst in dunkel gefärbten Flüssigkeiten durch verdünnte