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1 (1858) Anorganische Chemie
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Darstellung.

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keit in der Glasröhre antrifft, und sich erst, nachdem es durchdas Quecksilber gegangen ist, in dum Wasser zersetzt (Fig. 105).

Fig. 105.

Man kann den Fluorkieselauch in einer Glasretorte ent-wickeln , deren Hals man ineinen Kolben mit Wasser inder Weise steckt, dass manden Kolben fortwährend her-umdrehen kann, wodurch dieWand stets feucht gehaltenwird. Das sehr schwere Fluor-kieselgas wirkt auf die Ober-fläche des in dem Kolben ent-haltenen Wassers und bildetdarauf eine Haut von Kiesel-säure, wodurch die Einwirkungdes Wassers auf das Gasbald gehindert würde, wenn man nicht den Kolben häufig um-drehte.

Nachdem eine hinlängliche Menge von Fluorkiesel in dieserWeise zersetzt ist, filtrirt man die Flüssigkeit und presst denRückstand stark aus. Will man die Lösung klarer haben, somnss man sie durch Fliesspapier filtriren, aber es bleibt fastimmer etwas Kieselerde suspendirt.

Die in der Lösung enthaltene Kieselfluorwasserstoffsäurebildet eine sehr saure Flüssigkeit, welche mit den Basen unterBildung von Kieselfluormetallen sich vereinigt; diese sind zumTheil unlöslich, wie z. B. das Kieselfluorkalium. Wir habendiese Eigenschaft zu der Fällung des Kaliums aus seinen Lösun-gen schon (173.) angewendet.

Verdampft man die Lösung der Kieselfluorwasserstoffsäuremit der gallertartigen Kieselsäure, welche sich bei der Bildungderselben abgeschieden hat, vollständig zur Trockniss, so bleibtkein Rückstand, sondern es entweicht Fluorkiesel und Wasser.Durch den Einfluss der Wärme tritt demnach die umgekehrteZersetzung von der in der Kälte stattgefundenen wieder ein;man hat jetzt:

3HF1 . 2SiFl a -f SiO a = 3SiFl 3 + 3 HO.

Verdampft man hierbei die Lösung in einem Geiäss vonGlas, so wird dasselbe nicht angegriffen und bleibt vollkommendurchsichtig.