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1072 Eudiometer.
und das Ende bei b mit dem Aspirator, Fig. 98, durch eine Caoutschuk-
Fig. 98.
röhre verbunden. Die Flasche A ist mit Olivenöl gefüllt und aufser-dem' mit einem in ihren Hals luftdicht einmündenden Thermome-ter versehen. Nachdem man den Phosphor gelinde erwärmt hat,
lässt man das Oel durch den geöffneten Hahn in ein graduirtes
Gefäfsn den
langsam ausfliefsen. Damit die nachströmende Luft trockenApparat gelangt, wird die Röhre bei a noch mit einem kleinen Chlor-calciumrohr verbunden. Die Quantität Oel, welche Brunn er beiseinen Versuchen ausfliefsen liefs, betrug gegen 500 CC. Dem ge-messenen Volumen desselben entspricht eine gleiche Quantität trocke-nen Stickgases von der durch das Thermometer angezeigten Tempera-tur. Sobald der Hahn des Aspirators geschlossen ist, wird die Röhreab an beiden Enden abermals zugeschmolzen und darauf nebst densorgfältig aufbewahrten Enden gewogen. Die Gewichtszunahme giebtdie Sauerstoffmenge an, welche mit dem gemessenen Stickgase dieatmosphärische Luft zusammensetzte. Wenn man das Volumen desStickstoffs von dem gleichzeitig beobachteten Thermometer- und Ba-rometerstande auf 0°C. und 760 mm Druck reducirt, und die erhalteneZahl mit dem specifischen Gewichte des Stickstoffs (in Bezug auf Was-ser) multiplicirt, so erhält man das Gewicht dieses Gases in Grammenausgedrückt.
Obschon sich jene Methode sehr durch ihre Einfachheit empfiehlt,und Brunner's Resultate im Mittel sehr nahe mit den von Dumasund Boussingault erhaltenen Zahlen übereinstimmen, so differirendoch die einzelnen Versuche unter sich um mehr als 0,2 Proc. (Vergl.Pogg. Ann. XXXI. S. 15), eine zu bedeutende Gröfse, um aus ihnenauf die constante Zusammensetzung der Luft einen Schluss machen zudürfen.
Dumas und Boussingault 1 ) bestimmen beide Gase durch Wä'-gung. Zur Absorption des ersteren dient ein mit reducirtem Kupfer gefülltesRöhrchen, welches nach vorhergegangener Wä'gung mit einem luftleergemachten Ballon verbunden und dann selbst evacuirt wird. Sobald esbis zum schwachen Glühen erhitzt ist, lässt man durch vorsichtiges Oeff-nen der Hähne den leeren BallonLuft einsaugen. Indem diese über dasglühende Kupfer streicht, giebt sie ihren Sauerstoff vollständig an das-selbe ab, und der Ballon füllt sich mit reinem Stickstoff. Um die indas Röhrchen eintretende Luft zu entwässern und von Kohlensäure zu
') Pogg. Ann. d. Phys. LIII, S. 39, Phannaceut. Centralfclatt, 1842, S. 437. Coinpt.rend. T. XII. p. 1005.
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