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3 (1848) [F - H]
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Hyoeholinsaure Salze. 969

stand in der Retorte enthielt Oxalsäure und Cholslerinsäure; CholoTdin-

säure konnte dagegen nicht aufgefunden werden

Stkr.

Hyoeholinsaure Salze. Die Hjocholinsäure besitzt in ihrenSalzen dieselbe Zusammensetzung wie im freien Zustande, und ist dem-nach als wasserfreie Säure zu betrachten, wenn man nicht in sämmtli-chen Salzen ein Aeq. Krystallwasser annehmen will, was wenig wahr-scheinlich ist Die allgemeine Formel der hjocholinsauren Salze ist:C^NCVMO.

Die Salze mit alkalischer Basis sind in Wasser und Weingeist leichtlöslich, in Aether unlöslich. Das Ammoniaksalz verliert beim Kochenmit Wasser allmälig Ammoniak und aus der sauer reagirenden Flüssig-keit scheidet sich die Säure mit einem geringen Ammoniakgehalt aus.Alle diese Salze lassen sich nicht kristallinisch erhalten. Sie besitzeneinen äufserst intensiven rein bittern Geschmack. Die wässerige Auflö-sung der hjocholinsauren Alkalien zeigt folgende Reactionen. Mit Chlor-calcium entsteht ein weifser, flockiger Niederschlag, der sieh beim Kochenmit viel Wasser löst und beim Erkalten theilweise wieder ausscheidet.Auf dieselbe Art verhält sich Chlorbarium und schwefelsaure Magnesia.Eisenchlorid giebt gelblich weifse Flocken, die beim Kochen rothbraunwerden, Kupferoxydsalze einen bläulich weifsen Niederschlag; Sublimat-lösung erzeugt einen weifsen, salpetersaures Quecksilberoxydul einen gallert-artigen Niederschlag, der beim Kochen sich flockig abscheidet; mit neutralemessigsaurem Bleioxyd bilden sie einen flockigen, weifsen Niederschlag, derbeim Kochen nicht zusammenbackt; nach der Fällung reagirt die Flüssigkeitsauer, und auf Zusatz von Ammoniak entsteht ein neuer Niederschlag.Mit Zinkchlorid und schwefelsaurem .Manganoxydul entstehen weifse flok-kige Niederschläge; mit salpetersaurem Silberoxyd ein weifser, gallert-artiger Niederschlag, der sich ohne Rräunung in der Flüssigkeit kochenlässt, wenn kein Ueberschuss von Silberlösung zugesetzt wurde. Einealkoholische Lösung von hyocholinsanrein Alkali giebt mit diesen Rca-gentien keinen Niederschlag.

Hy r ocholinsaures Natron erhält man ganz rein und farb-los, wenn man frische Schweinegalle mit einer concentrirten Glaubersalz-lösung versetzt und das abgeschiedene Natronsalz abfdtrirt, mit Glauber-salzlösung auswäscht und den Rückstand nach dem Trocknen in absolu-tem Alkohol löst. Die Lösung lässt beim Versetzen mit Aether das hyo-eholinsaure Natron in amorphen Massen fallen , das nach dem Trocknenbei 100° ein weifses Pulver darstellt. Es wird an der Luft nicht feucht;auf dem Platinblech erhitzt schmilzt es, brennt mit leuchtender, rufsen-der Flamme und hinteriä'sst eine schmelzbare Asche, die alkalisch reagirtund Cyansäure enthält.

Die alkoholische Lösung dieses Salzes wird durch einen Strom vonKohlensäure nicht getrübt. Formel des bei 110° getrockneten Salzes:C54H43 IVO J0 . NaO. Das Kalisalz verhält sich in jeder Beziehung demvorhergehende^ gleich.

Das K a 1 k s a 1 z lässt sich aus der gefärbten, gereinigten Schweinegalledurch Fällung mit Chlorcalciiim farblos darstellen, wenn man die Vor-sicht gebraucht, nicht Alles auszufällen, indem der Farbstoff zuletzt nie-derfäll'. Eine alkoholische Lösung dieses Salzes wird durch einen Stromvon Kohlensäure gefällt.

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