Griineisenstein. — Griinsäure.
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oxvdul, 9,62 Phosphorsäure und einer Spur Mangan besteht. Es istwahrscheinlich ein Zersetzungsproduct. Th. S.
Grün eisen stein (Diifrenit, nach Dufrenoj benannt).Wasserhalliges phosphorsaures Eisenoxyd, zuweilen mit phosphorsauremManganoxyd , welchem nach Karsten's Analyse die Formel2 (2 Fe 2 0 3 . PO ä ) + 5 aq. zukommt. Es wird von Chlorwasserstoffsäuregelöst, giebt im Kolben Wasser und schmilzt vor dem Löthrohre leichtzu einer porösen, schwarzen, nicht magnetischen Kugel. — Kommt zu-weilen in Kryslallen vor, die dem rhombischen Systeme anzugehörenscheinen. Gewöhnlich sind die Krystalle zu Kugeln zusammengehäuftund dadurch undeutlich. Am häufigsten bildet der Grüneisenstein trau-bige oder nierenförmigcMassen mit slrahligfaseriger Zusammensetzung ;zuweilen kommt er auch erdig und als Ueberzug vor. Alles deutetaiif seine parasitische Entstehung hin. Grün, mit verschiedenen Nuan-cen ins Braune und Gelbe; seideglänzend; undurchsichtig oder höch-stens schwach an den Kanten durchscheinend. Härte des Kalkspathes.Specifisches Gew. = 3,4—3,5. — Das Vorkommen dieses Mineralsscheint an das des Brauneisensteins gebunden zu seyn. Es findet sichbei Schneeberg und Johann-Georgenstadt in Sachsen, im Siegenschen(Grube Kalteborn), am Harz (Elbingerode), bei Biber in Hessen, Limo-ges in Frankreich u. s. w. Jh. S.
G r ii n e r (1 e. Hierunter versteht man verschiedene erdige, durcheinen Gebalt von kieselsaurem Eisenoxyd«] grün gefärbte Substanzen,wie z. B. unreinen erdigen Chlorit; die grüne erdige Substanz, welcheAfterkrystalle nach Augit (vom Fassathal) bildet, den chloritartigenGemengtheil des Grünsandes; die grünen Körner aus chloritischerKreide; grüne erdige Massen, welche in den Blasenräumen vielerMandelsteine und Augitporphyre vorkommen u. s. w. Eine von Ve-rona unter dem Namen Veroneser Erde in den Handel kommende hier-her gehörige Substanz wird als Malerfarbe benutzt. Die meisten dieserMineralmassen dürften Zersetzungsproducte und von gemengter Beschaf-fenheit seyn. Bei einigen ist dies vielleicht nicht der Fall; es fehltaber bis jetzt noch an den erforderlichen Analysen, um hierüber mitGewissheit zu entscheiden. Th. S.
Grün ige Saure s. Grünsäure.
G r ii n in anganerz und Braunmanganerz, beide auch u n-ter dem gemeinschaftlichen Namen Allagit begriffen, sind aller Wahr-scheinlichkeit nach nichts als Gemenge von kieselsaurem Manganoxydul,3Mn0.2Si0 3 , mit Manganspäth, MnO.C0 2 . Sie finden sich besondersbei Rübeland und Elbingerode am Harze. Th. S.
Gr ii ns ä u r e , Grü nige Sau r e. Letztere findet sich nachRunge in mehreren Pflanzenfamilien, namentlich in gewissen Compositen,Valerianeen, Ca|>rifoliaceen , Umbelliferen und Plantagineen. Zu ihrerDarstellung wird das Wurzelpulver von Scabiosa succisa mit Alkoholausgezogen und in den concentrirten Auszug Aether gegossen. Es schlägtsich eine flockige, bald anhaftende Substanz nieder, die in Wasser auf-gelöst und mit Bleizucker gefällt wird, worauf man den Niederschlag mitSchwefelwassersloft zersetzt. Durch Abdampfen der vom Schwefelblei
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