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Gökumit. — Gold.
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Gneus Distrikte (namentlich Skandinaviens, Amerika's u. s. w.) machenes wahrscheinlich, dass mancher Gneus ursprünglich eine geschmolzeneMasse bildete (s. Granit), und dass daher seine Parallelstructur keinermechanischen Ursache zugeschrieben werden kann. Welche Kraft esaber gewesen sey, die einen so durchgreifenden Parallelismus der Glim-merblätter zu bewirken im Stande war, darüber stehen uns bis jetzt nurHypothesen zu Gebole, zufolge welcher man diese Kraft bald eine elek-trische, bald eine magnetische genannt hat. Allerdings ist es nicht zuleugnen, dass das Streichen der Gneusschichten in manchen Gegendeneinen gewissen Parallelismus mit den magnetischen isodjnamen Linienzeigt, und dass senkrecht oder doch sehr steil stehende Gneusschichtenim Allgemeinen weit häufiger angetroffen werden, als annähernd hori-zontale. — Naumann hat in neuester Zeit zu beweisen gesucht, dassdie Parallelstructur des Gneuses in gewissen Distrikten (z. B. im säch-sischen Erzgebirge) durch Streckung hervorgebracht worden sej.Er nimmt nämlich an, dass der damals noch weiche — oder wie-der erweichte — Gneus durch von unten auf ihn wirkende Eruptiv-massen bauchförmig aufgetrieben, gestreckt wurde, als Folge welcherStreckung sich die parallele Anordnung der Glimmerblätter denkenlä'sst. TL S.
Gökumit, (so genannt nach seinem Fundorte Gökum bei Dan-nemora in Schweden) ist nach den Untersuchungen von Murraj undBerzelius nichts als Idokras. Ob das später von Thomson 1 ] alsGökumit untersuchte Mineral identisch hiermit sey, ist zweifelhaft.
Th S.
Göthil s Brau n eisen stein. Bd. I. S. 930.
Gold. Chemisches Zeichen: Au (Äurum). Atomgewicht =1229,415, nach der neuesten Bestimmung von Berzelius.
Das Gold findet sich fast nur gediegen (s. Gediegen) und indiesem Zustande gewöhnlich mehr oder -weniger durch Silber verunrei-nigt. "Von natürlich vorkommenden goldhaltigen Verbindungen kenntman folgende:
Elektrum (Silbergold oder Goldsilber) = Au, Ag.Palladgold (Faules Gold — Ouro poudre) = Au,Pd, Ag.Rhodiumgold (von Mexico; nach Del Rio) = Au,Rh.Schrifterz (Tellursilbergold — Schrifttellur) = AgTe -f- Au 2 Te 3Sjlvanerz (Tellursilberblei — "Weifstellur) = (Ag, Pb)(TeSb)
-f-Au a (Te,Sb 3 ).Blättererz (Tellurblei — Blättertellur) = Pb, Au,Te, Sb, S.Silberphjllinglanz (von Ungarn; nach Plattner) = Sb, Pb,Te,Au,S.
Gediegen Tellur und Tellursilber sind häufig goldhaltig. Einengeringen Goldgehalt besitzen ferner manche Schwefelkiese, Kupfer-kiese, Arsenikkiese und Blenden. Ob das Gold in diesen letzlerenin fein vertheilter metallischer Gestalt vorkommt oder als Schwe-felgold darin vorhanden ist, wurde bisher nicht genügend ermittelt.
Reines Gold verschafft man sich im Kleinen am leichtesten durchAuflösung einer Goldmünze oder einer ähnlichen Goldlegirungin Königswasser, Erhitzen der Solution bis zur Entfernung der darin
') v. Leonhard, Bronn '5 Jahrbuch. 1833. S. 430.