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2 (1845) F - K
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GtJIM GüTTI — GrüMMILACK.

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welche ein gelbes Pulver geben. Anfangs geschmacklos, schmecktes nachher scharf. Mit Wasser giebt es eine goldgelbe Milch, mitAlkohol eine gelbe klare Flüssigkeit, Alkali fällt es tief rolh. Chri-slison bat mehrere Sorten analysirt, und zwischen 64 bis 75| Harzund ungefähr 2O-5- Gummi darin gefunden, welches mit dem arabischenübereinzukommen scheint. Das gelbe Harz ist idioelektriseh, durchChlor wird die Farbe zerstört. Mit Salpetersäure erhitzt bildet esOxalsäure, Aepfelsäure (wohl Zuckersäure?) und einen biltern Stoff(Pikrinsäure?). Man benutzt das rothe Harz in der Heilkunde alsAbführungsmittel, und wendet es zu Wasserfarben an. M.

Gummiharze .oder Gummiresinae sind die eingetrocknetenMilchsäfte, welche sowohl Gummi als Harze enthalten. Sie sind sehrzahlreich, und enthalten nicht selten Stoffe, die sich durch medicini-sche Wichtigkeit und .Wirksamkeit auszeichnen. Die wichtigsten sind:Ammoniacum, Anthiar, Asa foetida, Bdellium, Euphorbium, Galbanum,Gummi Gutü, Myrrha, Olibanum, Olivengummi, Opium, Opo-panax, Sagapenum, Sarcocolla, Scammonium. Tridacium, Upasgiff.Die Beschreibung der einzelnen siehe bei den anseführten Namen.

M.

Pflnznleim.

Schmutz.

Verlust

5,5

6,5

4,0

2,0

0,0

2,5

2,8

0,0

1,8

Gummilack ist das Gummiharz, welches durch Einstich desCoccus Ficus in die kleinen Zweige von Ficus indica und religiosa,auch Zizyphus Jujuba, aus diesen ausfliesst und das rothgefärbteWeibchen, nach dessen Geschlechtsverrichtung, einschliesst. Die mitdem Lack überzogenen Zweige heissen Stocklack. Von diesen wirdder Lack abgestossen und mit einer schwachen Lösung von kohlensauremNatron ausgekocht. Die Flüssigkeit wird roth und der Lack, der zu-rückbleibt, wird Körn er lack genannt. Dieser wird geschmolzen,durch leinene Beutel filtrirt, dann in Scheiben gepresst und stelltso den Schelllack dar. Dieser enthält noch immer viel Farbe-stoff und Wachs. Hat che t fand

Harz. Färbest. Wachs,in Stocklack 68,0 10,0 6,0

Körnerlack 88,5 2^5 4,5

Schelllack 90,5 0,5 4,0

John hat gleichfalls die Zusammensetzung untersucht, namentlich aberUnverdorben, der 9 verschiedene Stoffe darin unterschieden hat.Diese unterscheiden sich durch verschiedene Löslichkeit in Alkohol, Ae-ther, Alkalien u. s. w.; durch fettige Eigenschaften. Kryslallisirbarkeit u.3. f. Concenlrirte Säuren lösen das Harz nicht, wohl aber verdünnteChlorwasserstolfsäure u. Essigsäure.—Kali löst es zu einer dunkelrothenFlüssigkeit auf, während der alkalische Geschmack verschwindet, unddie Flüssigkeit sich mit Alkohol mischen lässt. Mit kohlensaurem Kaligekocht, wird das Harz anfangs entfärbt, dann in Gummilack - Kaliverwandelt, welches in der Lauge nicht, wohl aber in kochendemWasser löslich ist. Enthält dieses Kali, so erstarrt die Lösung beimErkalten. In Ammoniak quillt das Harz anfangs auf, und löst sichdann im warmen Wasser. In Alkohol löst sich der Lack mit nichtso dunkler Farbe als in Alkali. Chlor bleicht den Farbestoff leicht.Boraxlösung löst in der Wärme den Lack sehr leicht. John, ehem.

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