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Rothfärberei.
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weichen in verdünnte Schwefelsäure von 1,025 specif. Gewicht 30Minuten. 8) Waschen und Trocknen.
b. Ein ähnliches Verfahren giebt Persoz, als in der Fabrik vonFries in Guebwiller im Gebrauch, unter dem Namen des „ameri-kanischen" an.
1) Beuchen in Kalkmilch (auf 1000 Pfd. Zeug etwa 20 Pfd. Kalk)während 20 bis 24 Stunden. 2j Waschen und Ausringen. 3) Nochmali-ges Beuchen in Kalkmilch von gleicher Stärke und Dauer wie das er-stemal. 4) Waschen und Ausringen. 5) Einweichen in einer verdünn-ten lauwarmen Säure von 1° B. 6) Waschen und Ausringen. 7) Be-handeln in Sodalösung (auf 1000 Pfd. Waare 60 Pfd. krystallisirteSoda). 8) Waschen nnd Ausringen.
Diese beiden Verfahren haben das Gemeinschaftliche, dass Aetz-kalk zuerst zur Anwendung kommt, und dass die beiden übrigen che-mischen Agentien Soda und Schwefelsäure sind. Obwohl von bedeu-tenden Autoritäten der ersten Einwirkung mit Aetzkalk das Wortgeredet wird (wobei jedoch immer ein völliges Untertauchen der Stoffestreng empfohlen wird), so finden sich doch viele Etablissements, dieden Kalk aus Besorgniss corrodirender Wirkungen hinweglassen. DieMeinungen über die alkalischen Laugen sind ebenfalls nicht fest, dennwährend von Vielen das kohlensaure Natron als besser gerühmt wird,findet man es in grossen Rothfäibereien Englands beseitigt und Aetz-natron an dessen Stelle angewendet. Endlich tritt nach vielen Vor-schriften (und dies wohl mit entschiedenem Vorzug) Salzsäure an dieStelle der Schwefelsäure.
c. Green empfiehlt mit Rücksicht auf die Schonung der Festigkeitder Faser folgendes Verfahren: 1) Einweichen in sehr schwacheSodalösung ( x / 5 Proc. Soda haltend) während 48 bis 50 Stunden.
2) Waschen und Ausringen. 3) Einwirken einer Aetzsodalauge von1,084 specif. Gewicht während 24 Stunden. 4) Waschen und Aus-ringen. 5) Einweichen in verdünnte Salzsäure ( J / 2 Volumprocentstarker käuflicher Säure haltend) x / 2 Stunde. 6) Waschen und Aus-ringen. 7) Beuchen in einer zweiten Aetznatronlauge von 1,062 specif.Gewicht während 2 4 Stunden. 8) Waschen und Ausringen. 9) Ein-weichen in dasselbe Säurebad wie oben (unter 5). 10) Einlegen inAetzlauge von 1,060 specif. Gewicht während 12 Stunden.
d. In schweizerischen Rothfärbereien findet sich am häufigstendas nachfolgende Verfahren in Anwendung.
1) 1040 Pfd. Zeuge werden in grosse Kufen gebracht, und mitWasser von ungefähr 25° C. Übergossen, welches im Sommer 2, imWinter 4 Tage darüber stehen bleibt. 2) Walken der Zeugstücke.
3) Beuchen in Kesseln mit Doppelboden und Steigrohr in einer ver-dünnten Sodalösung, die etwa 50 Pfd. krystallisirte Soda auf die zumBedecken nöthige Wassermenge enthält, und Kochen während 9Stunden. 4) Nochmaliges Beuchen durch 9 stündiges Kochen ineiner Sodalauge von der halben Stärke wie die vorige. 5) Walken.6) Trocknen.
Als ein wesentliches Merkmal vollständig erreichter Reinigungder Baumwollstoffe ist die Eigenschaft anzusehen, dass ein trockenesabgerissenes Stückchen in kaltem Wasser sich sogleich benetzt unduntersinkt.
Der Process des Reinigens ist ein sehr zeitraubender und nimmt
Handwörterbuch der Chemie. Bd. VI.
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