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6 (1854) [P - R]
Entstehung
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741
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Quassiacamphor. Quassiin. 741

c) Jaspis, durch Eisenoxyd gelb, roth oder braun gefärbter, mit-unter auch in anderen Farben auftretender, dichter, undurchsich-tiger Quarz. Man unterscheidet gemeinen Jaspis, Kugel-jaspis, Bandjaspis (bunt gestreift), Achatjaspis (mit achat-ähnlichen Zeichnungen) u. s. w.

Quarz und Opal treten aber nicht bloss für sich, sondern häufigauch in innigen Gemengen auf. Derartige Gemenge bilden namentlichChalcedon (s. d.) und Feuerstein (s. d.). Unter Achat verstehtman ein, gewöhnlich streifenweise wechselndes Gemenge von Chalce-don, Jaspis, Amethyst und anderen Quarz -Varietäten.

Der Quarz in seiner reinsten Beschaffenheit (Bergkrystall) istvollkommen farblos und wasserhell, glasglänzend, von muschligemBruch, einer Härte zwischen Orthoklas und Topas und einem specif.Gewicht = 2,653. Nur bei sehr hoher Temperatur, vor dem Knall-gasgebläse, ist er schmelzbar. Auf solche Weise geschmolzener undschnell zur Erstarrung gebrachter Quarz zeigt ein beträchtlich niedri-geres specif. Gewicht als zuvor, nach St. Claire-Deville *) = 2,220,was einer Verminderung des specif. Gewichts von 1617 Proc.entspricht. Der Quarz wird von keiner anderen Säure als Flusssäureangegriffen und aufgelöst. Auch in kochender kaustischer Kalilaugelöst er sich nicht, wodurch er sich in chemischer Hinsicht vom Opalunterscheidet.

Der Quarz krystallisirt hexagonal, jedoch nicht holoedrisch, son-dern tetartoedrisch (nach den Gesetzen der trapezoedrischen Te-tartoedrie), wie zuerst Naumann zu zeigen suchte, und späterG. Rose 2 ) ausser Zweifel gestellt hat. In der Regel besitzt er keinedeutliche Spaltbarkeit; doch kommt an einigen Orten Quarz vor, wel-cher scharf und deutlich rhomboedrisch spaltbar ist 3 ).

Von allen chemischen Bestandteilen der Gebirgsarten und über-haupt der gesammten Erdrinde spielt die Kieselerde unläugbar diewichtigste und hervorragendste Rolle. Der bei weitem grösste Theilder Gebirgsarten besteht aus Gemengen von Silicaten. Die bei derBildung dieser Silicate übrig gebliebene (überschüssige) Kieselerde istes, welche als Quarz auftritt. Obgleich es kaum bezweifelt werdenkann, dass manche jener Gebirgsarten durch Schmelzung entstandensind, und dass sich bei ihrer Erstarrung Kieselerde als Quarz aus ih-nen abgeschieden hat, so ist es gleichwohl bisher niemals gelungen,Quarz auf analogem Wege künstlich darzustellen. Es scheint dies zubeweisen, dass die ursprüngliche Schmelzung jener Gebirgsarten un-ter eigenthümlichen Umständen stattfand 4 ), die wir künstlich hervor-zubringen kaum im Stande seyn dürften. Th. S.

Quassiacamphor scheidet sich, nachBennerscheidt 5 ), ausdem über Quassiaholz abgezogene Wasser in weissen, krystallinischenTafeln ab, welche dem Holze ähnlich riechen und leichter sind als Wasser.

Wp.

Quassiin s. Quassit.

') Compt. rend. T. XL. (Ni. 14), 1855, p. 769. 2 ) Abhandl. d. Berl. Aka-demie d. Wissenschaft für 1846. 5 ) Th. Scheerer in Annal. der Physik Bd. LXV,S. 295. 4 ) Derselbe, der Paramorphismus u. s. w. (Besonders was darin überdie plutonische Theorie, im Gegensatze zur vulcanischen, gesagt ist,s ) Brandes, Archiv Bd. XXXVI, S, 253,