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— Pyrochlor.
bildet. Sic ward 1851 von Anderson entdeckt, der sie aus dem Kno-chenöl abschied. — Das Pyridin hat die Formel C 10 H 5 N.
Zur Darstellung dieser Base wurde der flüchtige Theil des Oels,welcher bei der Rectification einer grossen Menge Knochenöls erhaltenwar, unter öfterem Umschütteln mehre Tage mit Schwefelsäure in Be-rührung gelassen; nachdem durch Erhitzen der sauren Flüssigkeit diePyrrholbason (s. d. Art.) entfernt sind, wird der Rückstand mit Kalk-milch versetzt und destillirt, das Destillat mit Kalihydrat gesättigt; diedadurch abgeschiedene ölige Schicht wird über Kalihydrat getrock-net und dann bei sorgfältiger Abkühlung der fractionirten Destillationunterworfen; zwischen 64° und 100°C. destilliren hauptsächlich Aethyl-amin, Propylamin, Petinin, vielleicht auch Amylamin und Caprylaminüber. Die weniger flüchtigen Basen sieden über 100"—150° C; sie las-sen sich nicht gut anders als durch fractionirte und oft wiederholte De-stillation trennen. Um das Pyridin zu erhalten, wird daher die beietwa 115° C. destillirende Portion des basischen Oels für sich aufgefan-gen und wiederholt destillirt, bis der Siedpunkt ziemlich constant ist.
Das Pyridin ist ein durchsichtiges farbloses Oel, riecht stechendund eigenthümlich, dem Picolin ähnlich, aber stärker; es löst sich injedem Verhältniss in Wasser und in fetten oder flüchtigen Oelen.
An der Luft färbt sich das Pyridin nicht. Es löst sich in concen-trirten Säuren unter starker Wärmeentwickelung, seine Salze sind sehrleicht löslich.
Das chlorwasserstoffsaure Pyridin - Platinchlorid istC 10 H 5 N, HGl -j- Pt€l 2 ; es scheidet sich ans dem salzsauren Pyri-din auf Zusatz von Platinchlorid allmälig ab in abgeplatteten Prismen;diese sind in heissem Wasser ziemlich leicht löslich, in Alkohol lösensie sich weniger, in Aether sind sie unlöslich. Durch längeres Kochenmit Wasser werden sie zersetzt, es bilden sich goldfarbige Schuppeneines wahrscheinlich neuen Salzes. Fe.
1 y rill e S onstem, arsenikalischer Magnet, spiessglanzhalti-ger Arsenrubin, Lapis de tribus, hiess früher ein durch Zusammen-schmelzen von gleichen Theilen Schwefel, Antimon und arseniger Säureerhaltenes Product, welches arzneiliche Anwendung fand. Wp.
Pyroalizarinsäure s. Alizarinsäure Suppl.
Pyro chlor. Mit diesem Namen hat Wohle r ein sehr zusam-mengesetztes nordisches Mineral belegt, welches dadurch ausgezeich-net ist, dass es eine grosse Anzahl der seltensten Stoffe, als Tan-talsäure, Niobsäure, Titansäure, Wolframsäure, Molybdänsäure, Uran-oxyd, Ceroxydul, Lanthanoxyd, Thorerde, Zirkonerde, Yttererde, Li-thion und Fluor neben Eisenoxydul, Manganoxydul, Kalkerde, Talk-erde, Natrium, Kali und Wasser enthält. Derselbe bildet hyacinth-rothe bis tief blutrothe, klare, durchsichtige, sehr regelmässig ausgebil-dete reguläre Octaeder von 4,20 bis 4,45 speeif. Gewicht.
Die erste Untersuchung stellte Wohl er mit dem Pyrochlor vonFredrikswärn an, und hielt anfangs die Tantalsäure für Titansäure l ).Später analysirtc derselbe zwei Pyrochlore von Miask 2 ), in denen er
') Annal. der Physik, Bd. VII, S. 417.Bd. XLVIII, S. 83.
— s ) Ebend. Bd. XXVII, S. 80 und