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6 (1854) [P - R]
Entstehung
Seite
646
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646 Fressen.

Die Schraube ist der wichtigste Bestandtheil aller dieser Pressen,man soll daran nicht sparen und das beste Schmiedeisen, oder noch lie-ber guten Gussstahl dazu verwenden. Man hat viel darüber gestritten,ob ein im Durchschnitt dreieckiger oder viereckiger Faden des Gewin-des vorzuziehen sey. Handelt es sich um Holzschrauben, so kann nurder erstere gewählt werden, bei gutem zähen Eisen oder Stahl möchteaber wohl der letztere vorzuziehen sein, denn bei hinreichender Breite undgenügender, Dreiviertel der Dicke der Schraubenspindel betragender Höheder Mutter möchte wohl an kein Abreissen der Gewinde zu denken seyn,wohl aber hat man zu beachten, dass die Reibung der Mutter und derSpindel bei dreieckigem Faden ungleich grösser ist als bei viereckigem.Eine Steigung des Gewindes von 1 / 16 — Väü des Umfanges ist nichtzu gross.

Die Muttern giesst man aus gutem Messing mit Zusatz von 1 /j Proc.Blei, wodurch man einen dichteren Guss erzielt.

2. Keilpresse. Diese Art von Presse, welche früher allgemeineAnwendung in den Oelfabriken fand, ist jetzt fast vollständig von derhydraulischen Presse, von der weiter unten die Rede seyn wird, verdrängt.Ihre Anschaffung«- und Erhaltungskosten sind aber sehr gering, deshalbbesteht sie noch hier und da.

In einem grossen Klotz von Eichenholz wird ein viereckiger Raumvon der durch die Zeichnungen Fig. ■34. u. 35. erkennbaren Form aus-Pig. 31. Fig. 35.

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gestemmt, oder man lässt einen sehr starken Kasten von Eisen a giessen,legt in diesen die durchlöcherten Platten oo ein, stellt darauf die eben-falls durchbohrten, mit starken Rippen versehenen, eisernen Pressplat-ten gh und bringt zwischen diese in Presssäcken ii die auszupressendeSubstanz, stellt die Holzkeile bcde zwischen den inneren Pressplattenauf und lässt den Keil c durch Stampfen, die durch eine Welle mitDaumen gehoben werden, eintreiben. Bei der hierdurch bewirkten An-näherung der Pressplatten wird die Substanz, welche in die Presssäckeeingefüllt wurde, kräftig zusammengedrückt, die Flüssigkeit läuft durchdie Löcher der Pressplatten und der Grundplatten ab und sammelt sichauf dem Boden des Kastens, von wo sie durch die Tülle p abgeleitetwird. Nach vollendeter Pressung wird der umgekehrte Keil b ebenfallsdurch Schläge des Stampfers niedergetrieben und dadurch die Presseleicht gelöst. Das geräuschvolle und stossvveise Betreiben dieser Pres-sen tubclit sie sehr unangenehm.

3. Die hydraulische oder Brahmah-Presse ist heutzutage