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Pressen.
Fie. 23.
Fig. 24.
sie noch häufig in Apotheken trifft, in l / u natürlicher Grösse dargestellt.Die Schraube geht mit einem Ansatz an ihrem unteren Ende in derPressplatte. Eine von unten eingelassene Schraube verbindet diese mitder Pressspindel, wodurch sie gehoben wird, wenn man zurückschraubt.Die von den Ständern in einer bestimmten horizontalen Stellung erhal-tene Pressplatte verhindert, dass die Pressspindel eine seitliche Biegungerleidet, wenn auch der zu pressende Gegenstand nicht ganz gleichdick ist.
Die zu pressenden Substanzen sind meist der Art, dass man sieam besten in starke leinene Tücher einschlägt und diese in ein Gefässeinlegt, um die ablaufende Flüssigkeit sammeln zu können.
Zweckmässig bedient man sich hierzu einer runden cylindrischenPfanne, die am Boden einen Ausguss besitzt, Fig. 23. Häufig wird die-selbe ganz aus Zinn gefertigt; dauer-hafter ist es aber, dieselbe 1 / i Zolldick aus Messing zu giessen und starkzu verzinnen. In diese Pfanne passteng anschliessend ein zweitheiligerzinnerner Ring, Fig. 24, eben so dick,auf seiner Aussenseite mit vielenYs Zoll tiefen senkrechten Cannelir-ungen versehen, von denen aus mög-lichst viele kleine Löcher durchge-bohrt sind. Eine auf gleiche Weisemit Löchern und Cannellirungen ver-sehene Platte wird auf den Bodender Pfanne vor dem Einsetzen desRinges gelegt, Fig. 25. Nachdem diePlatte und der Ring eingesetzt wor-den, breitet man ein Tuch über diePfanne aus, füllt dieses mit dem zupressenden Brei oder Pulver, schlägtes zusammen, drückt es sorgfältigüberall gegen den Ring, wodurchdas Zerplatzen der Tücher thunlichstbeschränkt wird und setzt dann denPressklotz, Fig. 26. auf, der minde-stens etwas höher seyn muss als diePfanne, damit diese unter keinenUmständen von der Pressplatte ge-drückt wird; der Pressklotz bestehtaus Holz, ist ganz mit Zinn über-zogen und passt ziemlich genau in den Ring. Dieser ist an seineroberen Kante ebenso wie der Pressklotz und die Platte mit ein paargrösseren Löchern zu versehen, damit er leicht aus der Pfanne ausge-nommen werden kann, indem man in die Löcher ein Paar eiserneHaken einsetzt und hebt. Diese Haken sind wie gewöhnliche Schlüs-sel mit grossem Ring geformt und haben statt des Bartes einen Zapfen.Durch Ausziehen des Charnierstiftes öffnet sich der herausgenommeneRing und der Presskuchen fällt heraus, von dem es dann keine Schwie-rigkeit hat, das Presstuch abzuziehen. Genähte Presssäcke sind überallnicht zu empfehlen, am wenigsten bei dieser Einrichtung, wo das Ein-
Fig. 25.
Fig. 20.