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6 (1854) [P - R]
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631
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Potasche.Tabelle über den P o tas chen er trat

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Fichtenholz . . .Pappelholz . .

Klee.....

Buchenholz . . .Eichenholz . . .Buchsbaumholz . .Aeste von PlatanenWeidenholz . . .Rüsterholz . . .Weizenstroh . . .Rinde von EichenästenDisteln ....Kleine BinseWeinreben . . .GerstenstrohTrockene BuchenrindenFarrenkraut ....

0,450,750,751,451,532,2G2,302,853,903,904,205,005,085,505,80G,00G,26

Grosse Binse . . .Weinreben ....Maisstengel ....Platanenblätter . . .

Kuhdistel.....

Georginenstengel . .Bohnenstengel . . .Sonnenblumenstengel.Brennnesseln ....Wickenkraut. . . .

Disteln......

Traubenkämme . .Trockene Weizensten-gel vor der Blüthe .Trockene TraubenhülsenWermuthkraut . . .Erdrauchkraut . . .

39.

7,2212,7517,5018,4419,6019,9820,0020,0025,0327,5035,37i bis 41,6

47,0050,88

73,0079,00

Der grosse Potaschenertrag, welchen hiernach einige krautartigePflanzen als Disteln, Brennnesseln, Wermuth u. s. w. liefern, hatschon mehrfach zum Anbau dieser Pflanzen behufs der Potaschenge-winnung Veranlassung gegeben. Doch ist man fast überall davon zu-rückgekommen, da sich ergab, dass sie den Boden so schnell an allenlöslichen Kaliverbindungen erschöpfen, dass eine vollkommene Unfrucht-barkeit die baldige Folge war.

Auf der anderen Seite würdigt man den hohen Kaligehalt dieserPflanzen noch viel zu wenig, indem man nur in seltenen Fällen dieseoft in grosser Menge wild wachsenden Pflanzen einsammelt und ein-äschert. Sie werden hierbei meistens nur solchen Orten entzogen, dieentweder nachhaltig Kali liefern, wie alten Mauern, Halten, Gräben,Dämmen, oder deren Erschöpfung an Kali für die Landwirthschaftkein Nachtheil ist.

Nur in wenigen Gegenden, in denen das Holz fast werthlos ist,oder in denen man die Wälder zerstört, um das Land urbar oder trockenzu machen, lohnt sich gegenwärtig noch die Einäscherung des Holzes beidem immer mehr und mehr sinkenden Preis der Soda. Häufig fehlenan solchen Orten selbst die Vorrichtungen zum Auslaugen , zum Ein-dampfen der Lauge und zum Calciniren. Daher kommt denn noch zuwei-len aus dem Norden, besonders aus Schweden eine rohe Potasche un-ter dem Namen Ochras oder Okras in den Handel, welche fast nuraus halbgeschmolzener Asche mit einem kleinen Kalkzusatz besteht.

Man verbrennt dort das in kleine Scheiterhaufen aufgestapelteHolz an einer vor Wind und Feuchtigkeit geschützten Stelle undmengt die erhaltene Asche mit concentrirter Aschenlauge und gelösch-tem Kalk zu einem steifen Brei. Diesen trägt man auf andere bereitsbrennende Holzhaufen, wodurch diese Masse mit der Asche des ver-brennenden Holzes zu einer festen Masse zusammenfrittet. Diese blei-graue verschlackte Masse ist natürlich von sehr wechselnder Zusam-mensetzung und ausgezeichnet durch ihren Gehalt an Kalk und ätzen-dem Kali.

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