Plattiren.
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Gussfabrik von Krupp in Es.-en in einer Breite von 18 Zoll darzustel-len gelungen sind, 2000 Thaler kosten, so sind nur wenige grosse Fa-briken in der Lage, sich derselben zu bedienen; sie schonen aber dasSilber weit mehr und liefern eine viel gleichmässigere dichte Oberfläche,was namentlich für Daguerreotypplatten von grosser Bedeutung ist.
Beim Plattiren muss auf Anwendung der richtigen Temperaturgenau gehalten werden; ist dieselbe zu niedrig, so erhält man leichtStellen, an denen sich die Bleche nicht verbunden haben, war die Hitzezu gross, so zieht das Silber in das Kupfer, die Metalle legiren sichund die Fläche hat keine weisse Farbe.
Aus der Beschreibung des Verfahrens geht hervor, dass sich dieDicke der Silberschicht zum Voraus nicht ganz genau, nur annäherndbestimmen lässt. Um jedoch Betrug zu vermeiden, hat man in einigenLändern das Verhältniss der beiden Metalle gesetzlich bestimmt. Somuss z. B. in England das Gewicht des Silbers, welches aufgelegt wird,x /40 von dem des Kupfers betragen. Es ist üblich, die Stärke der Plat-tirung durch den Bruch zu bezeichnen, welcher das Gewicht des ange-wandten Silbers im Verhältniss zum Kupfer angiebt, so dass man dienach dem englischen Gesetz verfertigte, eine Plattirung von 1 / i0 nennenwürde. Bei dem verschiedenen specifischen Gewichte beider Metallebeträgt aber, selbst wenn man von der unvermeidlichen Ungenauigkeitdes Verfahrens absieht, die Dicke der Silberschicht, nicht 1 / i0 von derDicke des Kupfers, sondern etwa nur 1 l il bei Plattirungen vonVso — -V20 — V12 — V10 ungefähr nur
V* - V« — Vl4
Yi 2 der Dicke des Kupfers.
Ferner ist zu beachten, dass bei doppelter Plattirung, wo beide Seitendes Kupferbleches belegt sind, der Silberüberzug auf jeder Seite nurdie halbe Stärke wie bei einfacher Plattirung erhält, so dass bei dop-pelter Plattirung von x / i0 die Dicke der Silberschieht an jeder Stellenur J /47 von der des Kupfers betragen kann.
b) Draht. Die Verfertigung von plattirtem Draht geschiehtauf die Weise, dass man über eine blank abgeschabte, durch Anreibenversilberte kalte Kupferstange einen genau gearbeiteten, glühend ge-machten Cylinder von feinem Silber steckt, der sich beim Erkalten ganzfest an das Kupfer anlegt und wenigstens 1 / so des Kupfergewichtes be-sitzen soll. Der Kupfercylinder hat etwa 18 Zoll Länge und 1 ZollDicke. Einige Zoll von jedem Ende entfernt, ist eine schmale Furchedarauf angebracht. Der Silbercylinder ist etwa 2 Zoll kürzer undwird mit seinen Enden fest in die schmalen Furchen auf der Kupfer-stange hineingearbeitet, so dass er luftdicht schliesst, damit beim Glü-hen keine Oxydation der Kupferoberfläche, die sich mit dem Silberverbinden soll, eintreten kann. Man erhitzt nun die vereinigten Me-talle zum Glühen und lässt sie durch Walzen mit runden Einschnitten,wie solche in Draht- und Rundeisenwalzwerken üblich sind, zusammen-pressen. Das weitere Ausziehen geschieht ähnlich wie das Ziehen vonKupferdraht, wobei man ihn mit Querschnitten von beliebiger Form,halbrund, platt, viereckig, faconnirt, versehen kann.
Ganz dünn mit Silber belegter Kupferdraht wird auch verfertigt,indem man zunächst eine Kupferstange mehrmals durch das Zieheisen ge-hen lässt, um sie möglichst rund und von gleichem Durchmesser zu erhal-ten. Darauf schabt man sie ganz blank und macht sie etwas rauh, in-dem man eine feine Feile in geraden Zügen der Länge nach darüber
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