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Plattiren.
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reinste und dehnbarste hammergare Kupfer in Platten, gewöhnlich vonungefähr 1 Fuss Länge , 1/2 Fuss Breite und 1 Zoll Dicke aus, feiltdie mit Silber zu belegende Seite eben und lässt die Platten einigeMale durch Walzen gehen, um sie zu verdichten und von gleichmässi-ger Stärke zu erhalten, wobei sie ungefähr die doppelte Grösse wieoben angegeben erlangen. Darauf schabt man die Fläche ganz blankund bestreicht sie mit einer concentrirten Lösung von geschmolzenemsalpetersaurem Silber, die man rasch wieder abreibt, wodurch einedünne Versilberung entsteht. Besser ist es, die Versilberung durchAnreiben des Kupfers mit einem gröblich gepulvertem und angefeuch-tetem Gemisch von 1 Thl. Chlorsilber mit 3 Thln. Cyankalium zu be-werkstelligen. Diese dünne Silberschicht erleichtert die Adhäsion deraufzulegenden Platte.
Das Silber wird im feinen (nicht legirten) Zustande angewendet.Man giesst, je nach der beabsichtigten Stärke der Plattirung, einekleine Stange oder Platte in einem eisernen Einguss und walzt dieseso gross aus, dass man damit nicht allein das Kupfer bedecken,sondern die Silberplatte mit ihren äussersten Rändern bis auf dieRückseite der Kupferplatte umbiegen kann. Soll das Kupfer auf bei-den Seiten überzogen werden, was man die doppelte Plattirungnennt, während nur einseitig überzogenes Blech einfach plattirt heisst,so muss es ganz in Silberblech eingewickelt werden, indem manbeide Flächen der Kupfertafel blank schabt, versilbert und mit zweigleich grossen, vorher auf der dem Kupfer zugewendeten Seite blankgeschabten Silberblechen belegt, und diese auf den vier schmalen Seitender Kupfertafel durch einfachen Falz vereinigt. Auf vollkommeneReinheit der Silber- wie der Kupferbleche ist grosse Sorgfalt zu ver-wenden und selbst ein blosses Berühren der geschabten Fläche mit denFingern sorgfältigst zu vermeiden.
Das so vorgerichtete Packet wird nun entweder auf Kohlen, dieauf einem Rost im flachen überwölbten Ofen brennen, oder in einer starkgeheizten Muffel rasch bis zum schwachen Kirschrothglühen erhitzt.Dabei drückt man die Silberplatte, indem man mit einem krückenähnli-chen eisernen Werkzeuge darauf hin und her streicht, fest auf dieKupfertafel, um alle Luft zwischen den Metallen zu entfernen und siedicht auf einander zu legen. Man zieht das Packet rasch aus demFeuer, prüft schnell durch einige Hämmerschläge, ob überall innigeBerührung stattfindet, was man an dem Klang leicht erkennt, und lässtes so schnell und so heiss als möglich mehrmals durch jedesmal dichtergestellte gusseiserne Walzen laufen. Hierdurch ist die vollkommeneAdhäsion beider Metalle bewirkt; man schneidet dann die auf den Sei-ten umgebogenen Silberränder ab, die nun nicht mehr erforderlich sind,um den Luftzutritt und das Verschieben zu verhindern. Durch ferneresWalzen giebt man den Platten die gewünschte Dünne und Grösse.Dabei müssen sie von Zeit zu Zeit, jedoch nicht öfter als absolut noth-wendig, ausgeglüht werden, weil sie sonst zu hart werden und zerreis-sen würden. Zuletzt beizt man sie in verdünnter Schwefelsäure ab undwäscht sie mit Wasser rein. In neuester Zeit hat man Stahlwalzen vonglashartem Stahl verfertigt, dieselben spiegelblank polirt und erhältdurch nochmaliges Walzen der plattirten Bleche zwischen diesen, so-fort vollkommen spiegelnde Flächen; sonst polirt man mit dem Stahlund Blutstein. Da ein Paar solcher Walzen, welche bis jetzt nur der