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6 (1854) [P - R]
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Pereirin.

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anhaltendes Erhitzen auf dem Wasserbade von daran haftender Essig-säure befreite, eine Elementaranalyse an, deren Ergebniss (in 100 Thln.Substanz etwa 56,9 C, 5,7 H, 20,9 N, 16,5 0) ebenso wenig wie dievon ihm dargestellte vermeintliche Salpstersäure-PepsinverbindungAufklärung über die wahre Beschaffenheit des Verdauungsfermentes ge-liefert haben.

Spätere Forscher über Verdauung, Frerichs, Lehmann u. A.,haben sich weniger mit den vorläufig ziemlich undankbaren Versuchenzur Reindarstellung des Magenferments, als mit dem Studium seinerWirksamkeit in natürlichem und sogenanntem künstlichen Magensaftbeschäftigt. Frerichs weist überdies die Mängel der Darstellungsme-thode aus Magenschleimhaut, anstatt aus möglichst reinem Labsaftnach ] ). Ueber seine mit Labsaft angestellten Versuche s. d. Art. Ma-gensaft.

Bidder und Schmidt 2 ) erhielten ein kalkhaltiges, übrigens wahr-scheinlich ziemlich reines Magenferment, indem sie Magensaft mit Kalk-wasser neutralisirten, filtrirten, das Filtrat zur Oeldicke abdampftenund mit viel wasserfreiem Alkohol ausfällten. Der Niederschlag, inWasser gelöst, gab erst mit einem ansehnlichen Ueberschuss von Sublimateine bleibende Fällung, welche durch Schwefelwasserstoff zersetzt wurde.Die durch Abdampfen des Filtrats gewonnene, schwach gelbliche Sub-. tanz konnte, ohne sich zu zersetzen, bis 170° C. erhitzt werden. Nacheinigen damit vorgenommenen Elementaranalysen, denen Bidder undSchmidt übrigens selbst keinen anderen Werth beilegen, als den eineungefähre Uebersicht über die Zusammensetzung der Substanz zu ge-winnen, bestehen 100 Theile aus etwa 53,0 C, 6,7 H, 17,8 N, 22,5 0.Aus dem Magensaft von Hunden stellten jene Forscher diese Substanzin weit grösserer Quantität dar, als aus dem von Herbivoren. Ziem-lich allgemein begnügte man sich bisher, die unbekannte Wirkungs-weise des Pepsins mit dem Namen einer Fermentwirkung zu belegen.Nur C. Schmidt 3 ) hat, gestützt auf interessante Analogien, auf Ver-suche mit künstlicher und natürlicher Verdauungsflüssigkeit, sowie aufWasmann's Beobachtungen über Vernichtung der digestiven Eigen-schaften des Pepsins durch Entziehung der freien Säure mittelst Alkali,durch Zersetzung in hoher Temperatur u. s. w. den Versuch gemacht,eine Erläuterung des Vorganges zu geben, welche bis jetz noch wenigBeifall gefunden hat. Er betrachtete das Verdauungsprincip als eineaus Salzsäure und Wasmann's säurefreiem Pepsin bestehende, soge-nannte gepaarte Verbindung, Chlorpepsinwasserstoffsäure. V — r.

rereil'in ist der Name eine3 von Goos aus der Pereirarindedargestellten Alkoloids, dessen Zusammensetzung bis jetzt nicht ermit-telt worden 4 ). Der Baum, von welchem die Rinde abstammt, gehörtzur Familie der Apoeyneen und wächst in den meisten Ländern vonSüdamerika, namentlich in Brasilien, wo er Pingnaciba, Pdo peate, PdoPereira genannt wird. Nach Riedel ist er eine noch nicht bestimmteArt der Gattung Cerbera. Die Rinde wird von dem Stamme und den

') Handwörterb. der Physiol. Bd. III, S. 785.

2 ) Verdavraugssäfte und Stoffwechsel. S. 45.

3 ) Annal. der Chem. u. Pharm. Bd. LXI, S. 811.") Berl. Jahrb. Bd. XLII, S. 95.