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6 (1854) [P - R]
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134
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134 Pelop Verbindungen. — Pelosin.

Wird geglühte Pelopsäure mit Kalihydrat im Silbertiegel zu-sammengeschmolzen, so löst sie sich darin zu einer klaren, in Wasserlöslichen Masse auf, beim Zusammenschmelzen mit Natronhydrataber erhält man eine trübe, undurchsichtige Masse, aus welcher dasWasser nur überschüssiges Natron, und keine Spur von Pelopsäureauszieht. Unterwirft man, nach Entfernung des gelösten Natrons, dieungelöste Masse einer abermaligen Behandlung mit Wasser, so wirddieselbe von letzterem nun zu einer fast klaren, wenig opalisirendenFlüssigkeit aufgelöst, bestehend aus pelopsaurem Natron. Diese "Ver-bindung kann in Krystallen erhalten werden, wenn man die Lösungvorsichtig mit Natronlauge, worin sie unlöslich ist, versetzt. — BeimZusammenschmelzen der Pelopsäure mit kohlensaurem Kali entstehteine in Wasser nicht vollständig lösliche Masse, welche indessen weitweniger saures Salz zurücklässt, als unter gleichen Umständen das tan-talsaure Kali. Concentrirt man die Lösung des pelopsauren Kalis durchAbdampfen, so tritt fast gar keine Trübung ein; selbst wenn man dieseOperation fortsetzt, bis die Masse trocken geworden ist, und den Rück-stand stark erhitzt, so erhält man gleichwohl durch Wasser wieder einefast klare Lösung. Durch dieses Verhalten unterscheidet .sich das pe-lopsäure Kali wesentlich von dem tantalsauren Kali, welches nachgleicher Behandlung beim Auflösen in Wasser einen beträchtlichenRückstand hinterlässt. Aus der durch Zusammenschmelzen der Pelop-säure mit kohlensaurem Natron erhaltenen Masse löst Wasser fastnur kohlensaures Natron auf, in welcher Auflösung das pelopsäure Na-tron fast ganz unlöslich ist. Charakteristisch für diese Verbindung ist,dass eine klare Auflösung derselben sich an der Luft nicht von selbsttrübt (H. Rose).

Leitet man durch die Auflösung eines pelopsauren Alkalis Koh-lensäure, so entstellt erst nach sehr langer Zeit ein Niederschlag vonsaurem pelopsauren Alkali. Dieses ist sehr voluminös, der gefälltenThonerde ähnlich, und bildet nach dem Trocknen eine hornartigeMasse. Durch eine kochende Lösung von Kalihydrat und kohlensau-rem Kali wird das noch feuchte saure Salz grösstentheils aufgelöst. —Die Auflösung eines pelopsauren Alkalis wird durch Chlorammoniumnur sehr unvollständig gefällt; enthält die Auflösung kohlensaures Al-kali, so entsteht durch jenes Reagens gar kein Niederschlag.

Da dies Verhalten der Pelopsäure zu den meisten Reagentien fastvollkommen mit dem der Niobsäure übereinstimmt, so kann in Betreff'desselben auf den Artikel „Niobium" verwiesen werden.

In ihrem Verhalten vor dem Löthröhre weicht die Pelopsäureinsofern von der Niobsäure ab, als sie mit Phosphorsalz in der innerenFlamme ein klares braunes Glas giebt, welches sich durch Zusatz vonEisenvitriol blutroth färbt.

Das Schwefelpelop wird erhalten, wenn man über glühendePelopsäure einen Strom von Schwefelwasserstoffgas leitet, oder auchschon durch Einwirkung dieses Gases auf Pelopchlorid in der Kälte.Es bildet eine schwarze Masse, welche durch trockenes Chlorgas in derKälte nicht angegriffen, in der Hitze aber zersetzt wird. Gr.

Pelopverbindungen s. Pelopium.

r elosm, syn. Cissampelin. Diese organische Basis wurde