Pelagios.
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und Kadmia-Öfen, sowie die Entstehung des Spodos (anodög, anödiov)und des Pompholyx [d. i. des unreinen schwarzen und des roinen weißenZinkoxydes] 1 ), auch zeigte er ihm in den Gruben die übereinander liegendenSchichten der Substanzen Sory, Chalketärin, und Misy oder schwarzenVitriol, die alle sehr nahe verwandt sind und allmählich ineinander über-gehen, was sowohl in den Gruben geschah, als auch boim Aufbewahrender mitgenommenen Vorräte 2 ). Von sonstigen Hoilstoffen gedenkt ernoch der kimolischen und samischen Erde 3 ), der lemnischen Siegelerde[= terra sigillata], die eine Priosterin unter Gebeten aus dem roten Tonformte und stempelte, — jedoch ohne Beigabe des ehemals gebräuchlichenZiegen- oder Bocksblutes 4 ) —, des Asphaltes und Bitumens aus Palästina 5 ),sowie des „gelben Sandes" [Auripigments] vom Berge Bagavana nächst derStadt Agrata in Armenien, armenisch Zarnika oder Zarnia geheißen 6 ).
6. Pelagios, Pibechios, Heliodoros, Synesios.
(4. Jahrhundert.) 'a) Pelagios.
Die Lebenszeit des „Philosophen" Pelagios ist nicht genau bekannt,kann aber keinesfalls, wie Kopp 7 ) ursprünglich glaubte, schon vor jenedes Zosimos, und auch nicht, wie nachher Berthelot 8 ) behauptote, bereitsin das 1. oder 2. Jahrhundert fallen, denn Kopp selbst hat später ermittelt 9 ),daß Pelagios sich auf Zosimos beruft, während ihn hinwiederum zuerstOlympiodoros zitiert, der um 425 schrieb; Pelagios dürfte also in diezweite Hälfte des 4. Jahrhunderts zu versetzen sein. Sein Werk führtden Titel „Über die göttliche und heilige Kunst" (§ela xal iSQa xe%vri),wurde zuerst 1573 von Pizzimenti als Teil III („De arte magna") seinerweiter oben angeführton Schrift ins Lateinische übersetzt (sehr mangel-haft!) und liegt nur in sehr schlechter Erhaltung vor, erfüllt von zahl-reichen und dunklen Interpolationen 10 ).
Auszugehen ist beim großen Werke vom %a2xo'g (Chalkös) 11 ), worunterman entweder Kupfer versteht oder Pyrit, der ebenfalls von sehr ver-brennlicher Natur ist; doch nennt man %alxdv TiVQizrjV, Chalkopyrit, auchdas mit Schwefel vorbehandolte Blei 12 ). Die nächsten Aufgaben sind,das Kupfer von seinen erdigen Bestandteilen, seiner materiellen Grobheit(na^vx^g) zu befreien und es pneumatisch (nvev/naxixog) zu machen,weiterhin aber die richtige Veränderung seiner Fälbung und damit dieseiner Qualität {noioxr]g, Poiötes) zu bewirken; das geschieht vermögeder von den Alten erfundenen ßacpMr} xi%vr\ (Färbekunst) und xgvooßacpri(Färbung zu Gold), die bewirkt, daß sich das Kupfer, ähnlich wie ein wohl-gepflcgter, mit reichlichem Wasser begossener Baum in feuchter warmerLuft, freudig entwickelt, „gärt" und zuletzt jene Blüten und Früchte trägt,
x ) Mä. I, 297, 331. 2 ) ebd. I, 299, 330. 3 ) ebd. I, 302 ff.
4 ) ebd. I, 300 ff. 5 ) ebd. I, 301. 6 ) ebd. I, 303. ') G. II, 154.
8 ) Intr. 200 ff. 9 ) Beitr. 424. ") Coli. II, 253 ff.; III, 243.
n ) Coli. II, 255. 12 ) ebd. II, 256.