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treibend. Laubblätter grün, spärlich behaart; die grundständigen und unteren Stengel-blätter gestielt, mit kurzer, 2- bis 3-paarig fiederteiliger Spreite und mit einzelnen, kurzenFiederlappen oder Zähnen versehenen linealen, 1—2 mm breiten Fiederabschnitten, die
oberen Stengelblätter allmählich weniger tiefgeteilt; die obersten lineal-lanzettlich, beider-seits 1-bis 2-zähnig; der Blattstiel der Stengel-blätter nahe dem Grunde jederseits mit einemöhrchenförmigen Lappen. Köpfe einzeln, langgestielt, 3 bis 4 cm breit. Hülle halbkugelig,locker kraus behaart. Hüllschuppen ei-lanzett-lich; die äusseren spitz, die inneren stumpflich,grünlich mit grünem Mittelnerv und schmalem,bleichem oder braunem Flautrand. Scheiben-blüten goldgelb. Zungenblüten lanzettlich,stumpf, 1 bis 1,5 cm lang, weiss. Blütenbodenhalbkugelig, mit lanzettlichen, am Rande vornunregelmässigen gezähnelten Spreuschuppenauf der ganzen Oberfläche besetzt. Frucht1,5 mm lang, verkehrt-kegelförmig, undeutlichvierkantig (Fig. 274 h), auf den Flächenschwach 3-streifig, mit undeutlich berandeterEndfläche — VI bis VIII.
In lichten, sandigen Föhrenwäldern, aufFelsen. Einzig in Oesterreich und zwarnur in Böhmen bei Zlosejn unter dem DffnovnächstWeltrus nördlich von Prag (hier von Po-läk und Rosicky 1876 entdeckt!), bei Dobfisauf dem Chotobus (1871 von E. Purkyneentdeckt), auf Pänuv vrch [Herrenberg] beiKozohor (hier bereits 1865 von Frevngesammelt).
Allgemeine Verbreitung: Böhmen,Gebirge von Südfrankreich, Spanien, Italien und der Balkanhalbinsel.
Diese auf den Gebirgen von Südeuropa von der montanen bis in die alpine Stufe in verschiedenennoch einer genauen monographischen Bearbeitung bedürftigen Rassen und Formen verbreitete Art ist auf ihremStandort in Böhmen zweifellos als xerothermes Relikt zu betrachten, gleichwie Asplenium Ceterach auf demSchreckenstein bei Aussig (Bd. I, pag. 26 ist dieser Standort aus Versehen nicht angeführt), Erythronium Denscanis auf dem Hradisko, bei Stechowitz und bei Karlsbad (vgl. Bd. ü, pag. 295), Silene longiflora bei Leitmeritz(Bd. III, pag. 289), Astragalus exscapus bei Leitmeritz. Auf dem Standort bei Zlosejn erscheint A. montanain Gesellschaft von Carex echinata (Bd. II, pag. 67), Allium montanum, Anthericum ramosum, Sedum album,Potentilla recta, Seseli Beckii, Centaurea variegata und Hieracium Schmidtii var. candicans. Nach Murr wirddiese Art in Vorarlberg als Rasenpflanze auf Gräbern angetroffen.
470. Anthetnis Carpätica Willd. (= A. Styriaca Vest, = A. grandiflöra Host, = A.Kitaibelii DC. nee Spreng., = A. montäna Sibth. et Smith nee L). Karpaten-Hunds-
kamille. Fig. 274i bis 1.
Pflanze ausdauernd, 5 bis 15 cm hoch. Wurzelstock kräftig, mehrköpfig, zahl-reiche Blattrosetten und mehrere einfache, einköpfige, spärlich kraus-behaarte, aufrechte oderaufsteigende Stengel treibend. Laubblätter grün, ± zerstreut behaart; die grundständigen
Fig 274. Anthemis montana L. a, b Habitus ('/3 natürl.Grösse), c, d Hüllblatt. e Spreublatt. / Zungenblüte, g Frucht.h Schnitt durch dieselbe (nach Briquet). — AnthemisCarpätica Willd. i Habitus, k Hüllschuppe. / Spreublatt.