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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Die Gattung umfasst 45 Arten, die insgesamt in Nordamerika (zwei davon südlich bis Mexiko reichend)einheimisch sind. In Mitteleuropa sind 2 Arten stellenweise ganz eingebürgert und erscheinen an vielen Ortenalljährlich. Bei Tiegenhof in Westpreussen, wo R. laciniata ganz den Eindruck einer ursprünglichen Pflanzemacht, verdrängt sie rücksichtslos alle übrigen Pflanzen. Da die Randblüten wie bei der Gattung Helianthus

unfruchtbar sind und deshalb nur als „floralerSchauapparat" dienen, kommen für die Be-stäubung einzig die zwitterigen Scheibenblüten(diese zeigen bei R. hirta eine ausgesprocheneKontrastfärbung!) in Betracht. Als Besucherwurden nach RobertsonbeiR. hirta in Illinois14 lang- und 9 kurzrüsselige Apiden, 6 weitereHymenopteren, 16 lang- und 7 kurzrüsseligeDipteren, 12 Falter und 6 Käfer festgestellt.Wegen ihrer lebhaft gefärbten und grossenKöpfe und ihrer bis in den Spätherbst an-dauernden Blütezeit werden mehrere Rudbeckia-Arten bei uns nicht selten in Gärten als Zier-pflanzen gezogen und zwar neben den untennäher behandelten Arten R. hirta und R. laci-niata noch: R. bt'color Nutt. Einjährig, 30bis 60 cm hoch. Stengel abstehend kurz borstig.Laubblätter wechselständig, dicht kurz borstigbehaart, lanzettlich, in den kurzen Stiel ver-schmälert, undeutlich 3-nervig. Köpfe langgestielt, 4 bis 6 cm breit. Scheibenblüten pur-purbraun; Zungenblüten gelb, 15 bis 25 mmlang und 3 bis 5 mm breit. Pappus fehlend.Südliches Nordamerika bis Texas. — R. fül-gida Ait. (= R. chrysomela Michx., = R.dfscolor Pursh). Fig. 255 e bis k. Ausdauernd,bis 60 cm hoch, reichästig. Stengel kurz borstig.Laubblätter wechselständig, kurz borstig be-haart, lanzettlich, in den kurzen Stiel ver-schmälert, ganzrandig. Köpfe etwa 4 cm breit.Scheibenblüten purpurbraun; Zungenblütengelb, etwa 15 mm lang und 4 mm breit. Pappusein kurzes Krönchen darstellend. OestlichesNordamerika. Im Neuen Garten bei Potsdamund am Donauufer in Fischerdorf bei Deggendorf, sowie in Zürich (Belvoirpark) verwildert beobachtet. — R.speciösa Wender (= R. äspera Pers.?, = R. fülgida Meehan nee Ait.). Ausdauernd, 30 bis 100cm hoch.Stengel weichborstig bis fast kahl. Untere Laubblätter eiförmig, lang gestielt, obere schmal-lanzettlich; alleganzrandig oder mit einzelnen groben Zähnen. Köpfe etwa 4 cm breit. Scheibenblüten dunkelbraun. Zungen-blüten gelb. Pappus ein kurzes Krönchen darstellend. Stammt aus Nordamerika. — R. amplexic aülis Vahl(= R. amplexifölia Jacq., = R. perfoliäta Cav., = R. spathuläta Nutt, = Dracöpsis amplexicaulis Cass.). Einjährig,30 bis 60 cm hoch, kahl. Laubblätter wechselständig, eilanzettlich, mit herzförmigem Grunde stengelumfassend,sitzend. Köpfe 3 bis 4 cm breit. Scheibenblüten purpurbraun. Zungenblüten gelb, an der Basis rotgelb.Früchte stielrund. Pappus fehlend. Nordamerika (Missouri bis Louisiana und Texas). ■— R. columnarisPursh (= Lepachis columnaris Torr, et Gray, = Ratibi'dia sulcata Raf., = Ratibidia columnaris Don.). Ein-jährig, 30 bis 60 cm hoch. Stengel reichästig. Laubblätter wechselständig, tief fiederspaltig, mit lanzettlichenbis linealen Abschnitten. Köpfe 3 bis 5 cm breit. Scheibenblüten braun, aussen filzig. Zungenblüten gelboder an der Basis oder selbst ganz rotbraun. Blütenboden noch mehr als bei den anderen Arten walzlich ver-längert; die Scheibenblüten daher fast einen Kolben bildend. Atlantisches Kordamerika. — R. purpürea L.(= R. serötina Sweet, = R. hispida Hoffm., = R. speciösa Lk., = Echinacea purpürea Mnch., — HeliochröaLinnaeäna Raf.). Ausdauernd, 60 bis 150 cm hoch, kahl. Laubblätter eiförmig, spitz, gezähnt, von 3 bis5 Längsnerven durchzogen, lang gestielt. Köpfe 10 bis 15 cm breit. Scheibenblüten purpurbraun, von denebenso gefärbten, in eine starre Spitze ausgezogenen Spreuschuppen überragt. Zungenblüten 4 bis 6 cm lang,schmal-lineal, purpurn, zuletzt zurückgeschlagen. Nordamerika (von Virginia und Ohio bis Illinois und Louisiana.)

Fig. 255. Rudbeckia hirta L. a, m Habitus, b Köpfchen, c Hüllblatt.d Röhrenblute. — Rudbeckia fulg-ida Ait. e, ei Habitus. /Zungen-blüte, g Röhrenblüte, h Pappusrand. i Köpfchen (von unten), k Staubblatt.